Betrugsmasche?

  • Hallo Miteinander,


    meine Mama ist nun schon seit 3 Monaten nicht mehr bei uns. Als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre, ist letzten Monat noch eine komische Geschichte widerfahren.


    Zu meinem Vater und mir kam ein Mann und behauptete, er hätte meiner Mutter vor 3 Jahren Geld geliehen. Er hatte dies auch schriftlich, in Form eines Darlehensvertrages, mit der (augenscheinlichen) Unterschrift meiner Mutter. Die Rückzahlfrist endet jetzt im September und er möchte jetzt natürlich das Geld zurück.


    Die Geschichte, die er erzählte, wirkte an sich auch schlüssig, wozu das Geld gebraucht wurde usw.

    Er wusste viel über meine Mutter und unsere Familie. Wir dagegen haben noch nie etwas von ihm gehört. Auch alte Freunde und Bekannte meiner Mutter habe ich befragt, leider ist dieser Mann nirgendwo ein Begriff.


    Nun habe ich trotzdem ein schlechtes Gefühl dabei, ihm das Geld zu geben. Zum einen, weil es mir nicht schlüssig ist, warum sie nicht in der Familie nach Geld gefragt hat, sondern irgendeinen 'Bekannten'.

    Und zum anderen hätte sie das Geld auch selbst bezahlen können, denn sie hatte ein Sparbuch auf dem genug eingezahlt war.

    Der schriftliche Darlehensvertrag macht mir auch Bauchschmerzen.


    Was würdet ihr in dem Fall machen?


    Liebe Grüße!

  • Hallo Cheesecake,


    ich würde diesem Mann auf keinen Fall Geld geben. Die Sache scheint doch sehr fragwürdig. Wenn Deine Mama Geld gebraucht hätte wäre sie doch sicherlich zu einer Bank. Würde auch wie Doris oben schreibt die Polizei einschalten. Dann werdet ihr sehen ob dieser Mann "echt " ist .


    Viele Grüße


    Nadine

  • Auf keinen Fall zahlen!!!


    Der Gute kann doch den Rechtsweg einhalten.


    Er kann einen Mahnbescheid den Erben zustellen, du wiedersprichst, dann geht das ganze vor Gericht.

    Du machst glaubhaft, das die Geschichte nicht stimmt.

    Er muss beweisen, das es die Unterschrift deiner Mutter ist und das er ihr das Geld gegeben Hat.

  • Ich würde auch nicht zahlen,

    es ist nicht schlüssig, weil deine Mutter genug Geld auf Sparbuch hatte wie Du selbst schreibst.

    Ist der Vertrag im Original? Dann würde ich Kopie verlangen + sein Ausweis und würde zur Polizei gehen und ne Anzeige wegen Betrug machen, die werden es dann prüfen oder eben aussitzen bis er sich nen Rechtsanwalt nimmt.


    Darf ich fragen um wie viel Geld es geht?


    Manche "Bekannte" können sich auch Wissen aus Sozialen Netzwerken und so weiter holen, wie die blaue Seite.


    Lieben Gruß

    Marek Jan

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    Was vergangen kehrt nie wieder,
    aber ging es leuchtend nieder,
    leuchtet`s für die Ewigkeit noch zurück.

  • Hallo,


    eine Kopie des Darlehensvertrages hatte er mitgebracht. Es geht um 1100 €.


    Wenn die Sache vor Gericht geht, und am Ende kommt dann raus, dass der Vertrag echt ist... Dann ist man auch schnell mal beim doppelten Betrag...


    Ich weiß es wirklich nicht, bin aber auch der Meinung dass man heutzutage überall Informationen bekommen kann. Wenn man betrügen möchte, findet man auch nen Weg und diese Kerle sind ja auch nicht dumm...

  • Hallo Cheesecake,


    nimm den Vertrag mit und laß Dich mal bei der Polizei beraten. Nicht gleich Anzeige erstatten, nur dort mal nach Erfahrungswerten fragen. Vielleicht kennen die den Namen des Herrn ja schon. Dann noch die Unterschrift von einem Fachmann mit einer echten Unterschrift vergleichen lassen. Noch ist nicht alles verloren und wie Du schon schreibst, Betrüger sind vielfältig.


    Liebe Grüße

    Doris

  • Mit der Anzeige wegen Betrugs wäre ich vorsichtig.

    Ist die Unterschrift echt, dann kann er dich wegen Verleumdung und co.verklagen.

    Die werden dann hoffe ich beraten und schon sagen, was Sache ist. Dafür ist die Polizei da um zu helfen.

    Mann kann ja sagen, dass man sich unsicher ist und dann entscheiden sie, was gemacht werden muss. Wie viele Leute kriegen irgendwelche Rechnungen wo unecht sind.... immer wieder liest man davon, das Hinterbliebene angezockt werden......... leider
    Marek Jan

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    Was vergangen kehrt nie wieder,
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    leuchtet`s für die Ewigkeit noch zurück.

  • Nicht zahlen.


    Wenn er Ansprüche stellen will, muss er dies gerichtlich geltend machen, um einen Titel zu erhalten. Sonst kann er zunächst einmal nichts tun (also keinen Gerichtsvollzieher beauftragen oder ähnliches). Ohne einen Titel geht das nicht. Auch nicht gegen die Erben. Er ist in der Beweispflicht für seinen Anspruch.

    Von wann ist denn der Darlehensvertrag? Je nachdem, von wann dieser vermeintliche Anspruch ist, wäre es evtl. auch schon verjährt.

    Im Zweifel lasst Euch bitte durch einen Anwalt beraten.

    Hat er sich auch ausgewiesen?

  • Cheesecake


    Wär mal interessant, was dabei rausgekommen ist. :)

    Hallo,


    da ist nichts bei raus gekommen. Ich fand diesen Darlehensvertrag im Original ein paar Wochen später in den Unterlagen meiner Mutter, welche sie in ihrem Spind an der Arbeit aufbewahrt hatte.


    Ich habe den Betrag daraufhin gezahlt. Das Wieso und Weshalb wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben.


    Liebe Grüße