Hallo,
im November 2024 ist mein Hund gestorben. Er war einfach alles für mich. Lange Zeit konnte ich darüber weder nachdenken, noch reden. Es war als würde auf diesem Teil meines Lebens, ein sehr großer Teil, ein Schatten liegen. Dieses Gefühl war unbeschreiblich. Jeder Gedanke an meinen Hund hat sich angefühlt als würde ich nicht mehr atmen können und nur kurz darauf war der Gedanke mit anderem überspielt. Lange Zeit war ich eher traurig darüber, dass ich nicht traurig sein kann.
Seit einigen Wochen fühlt sich das ganz anders an. Er fehlt mir unheimlich, ich weine viel, sehe die letzten Stunden wie Flashbacks vor mir und sehne mich so sehr nach ihm. Er war über 10 Jahre an meiner Seite, das ist 1/3 meines Lebens. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich mich so unendlich und bedingungslos geliebt gefühlt. Ich denke, das ist für viele Menschen die keinen Hund haben schwierig nachzuvollziehen. Das macht es auch so schwer jemanden zu finden , mit dem man darüber sprechen kann. Er war meine Familie, mein Zuhause, meine Konstante.
Ich bin unendlich dankbar dafür, dass er an meiner Seite war und mein Leben mit soviel Geborgenheit und Liebe erfüllt hat. Ich bin unendlich dankbar für die gemeinsame Zeit und alles was wir gemeinsam erlebt haben.
Sein Tod war traumatisch für mich. Er hatte unendlich viele Schmerzen und hat fürchterlich geschrien. In der Nacht hat er mich geweckt, weil es ihm nicht gut ging und innerhalb weniger Stunden wurde sein Zustand akut. Wir sind zum Tierarzt und er wurde dort sofort erlöst. Seine Milz ist aufgrund eines Tumors gerissen und er ist innerlich verblutet. Ich konnte mich nicht wirklich von ihm verabschieden, alles ging so schnell und hat mich dermaßen überfordert.
Wie kann ich mir jemals verzeihen, dass 10 Jahre einfach so geendet sind ohne richtigen Abschied? Wie kann ich jemals diese schrecklichen Bilder seiner letzten Stunden verarbeiten?
Es tut einfach unfassbar weh und ich hoffe er weiß, dass ich ihn so sehr liebe.