Mama mit 44 gestorben!!

  • Guten Abend zusammen,


    meine Mutter ist vor 6 Monaten verstorben . Wir wollten gerade zu ihrem Freund ziehen(von Hamburg nach Nrw) als die Diagnose kam: Krebs.
    Während des Umzuges war ich noch bei meiner Oma in Hamburg und wusste noch nichts davon. Als ich dann nach Nrw kam, wurde es mir erzählt, es war ein riesen Schock, da ich zu der Zeit 12 jahre alt war. Am Anfang sah es zwar noch gut aus , dass sie wieder gesund wird aber trotzdem war es schlimm. Ihr Freund ist inzwischen mein Vater(durch Adoption).
    Aber 2 Jahre lang, wurde es von Monat zu Monat immer schlimmer. Es war ein Krebs am Rückemark, er wurde so weit wie möglich raus geschnitten aber ein Teil wurde dort gelassen, da sie sonst quergeschnitts gelähmt wäre. Die Ärtze wollten den Rest mit Chemo und Bestrahlung entfernen. Die Chemos waren sehr hart und haben meine Mama sehr geschwächt. Ich hatte immer Angst ins Krankenhaus zu gehen und habe es gelassen. Meine Mama hat dies auch verstanden. Es sah so aus als hätten die ganzen vielen Chemo gewirkt und da der Rest vom Krebs auf einem Nerv saß , der vom Rücken bis in den Fuß geht, konnte sie leider nicht mehr laufen. Deshalb kam sie danach in die Reha zum laufen lernen aber in der Zeit wurde nicht gemerkt, dass der Krebs sich vom Lendenwirbel bis auf die Hirnhaut ausgebreitet hat. Das hieß er saß aufm ganzen Rücken und auf dem Gehirn. Während dessen haben meine Mama und ihr Freund(Mein jetziger Vater) geheiratet am 10.Oktober 2011. Nach knapp 2 Monaten danach war meine Mama von der Chemo so kaputt, dass sie nurnoch im Bett lag, sich nicht mehr alleine aufrichten konnte und natürlich dadurch auch nicht laufen konnte. Sie sah wirklich sehr kaputt aus, ihr Gesicht hing einfach nurnoch und da der Krebs auf der Hirnhaut saß konnte sie auch kaum noch richtig reden. Ihr Gedächnis ließ auch etwas nach. Es war wirklich sehr schlimm. :'(
    Sie aß kaum noch und trank 2 Gläser Tomatensaft am Tag. Sie erholte sich kein bisschen... Das war alles nicht einfach und ist es bis jetzt noch weniger. Mitte April ist ihre linke Lungenhälfte dann zusammen gefallen, da sich der Krebs auf den Organen absetzte!
    So ging es weiter bis Ende April 2012. Am 24. April auf dem 25. ist es dann passiert. Abends um 20uhr lag sie im Bett am Luft schnappen. Mein Vater war Stunden lang bei ihr. Seine Eltern, mein Bruder(alle nicht meine leibliche Familie) & meine leibliche Oma waren bei uns. Ich war nur am weinen und kam damit nicht klar, ich hatte Angst in das Zimmer rein zu gehen und meine geliebte Mama am sterben zu sehen. Um 5:35uhr hat sie aufgehört zu atmen und es war vorbei, ihr Schmerz und ihr Leben.


    Sie fehlt mir so sehr, das kann ich garnicht mehr in Worte fassen..
    Sie fehlt immer & überall... Sie war halt meine Mama.
    Vor dem Umzug hatte ich nie einen richtigen Vater und jetzt habe ich keine Mama mehr bei mir. Ich wünsche mir nichts mehr als sie wieder hier zu haben, sie zu umarmen und ihr zu sagen wie sehr ich sie liebe! </3


    Liebe Grüße:


    Laura(15Jahre)

  • Liebe Laura,
    das ist so traurig was du erleben musstest! Es gibt eigentlich nichts was dich über diesen Verlust hinwegtrösten kann.
    Allerdings glaube ich fest daran, dass deine Mutter auch jetzt noch bei dir ist. Nicht mehr sichtbar aber doch immer in deiner Nähe.
    Ich habe meinen Liebsten vor 11 Monaten verloren und in dieser Zeit habe ich manchmal seine Nähe sogar spüren können und viele kleine Zeichen bekommen, zB. ein Wolkenherz an seinem (super windigen) Geburtstag als ich grad auf dem Weg zum Grab war.
    Liebe Laura, melde dich doch hier im Forum an, es gibt einige junge Leute hier die ganz ähnliche Erfahrungen wie du gemacht haben. Hier kannst du deine Gefühle ausdrücken und wirst immer auf Verständniss treffen.
    Leise Grüße und eine Umarmung wenn du das magst
    Iris

  • Liebe Laura,


    mir fehlen die Worte. Als ich Deine Zeilen gelesen habe, habe ich mir gedacht, was Du durchmachen musstest, sollte niemand durchmachen müssen - und schon gar kein Teenager in Deinem Alter. Aber ich habe auch gedacht, wie stark Du bist und welche innere Reife Du hast. Die Trauer, der Schmerz, die Sehnsucht nach Deiner Mama ... das alles ist da und wird Dich weiter begleiten. Vielleicht können wir hier im Forum Dich auf diesem Weg ein bisschen unterstützen. Ich kann mich Iris nur anschließen ... wäre schon, wenn Du Dich hier im Forum anmelden würdest.


    Diese Kerze zünde ich für Deine Mama an


    :bild8:


    Liebe Grüße


    Marianne

  • Guten Morgen zusammen,


    ich habe mich nun angemeldet. :)


    Die letzten 2Jahre waren nicht einfach. Und es ist immernoch sehr schwer zu ihrem Grab zu gehen.
    Aber am schlimmsten ist das ganze Mitleid was einem manche entgegen bringen, z.B wenn man gerade mal gut drauf ist, dann kommt einer mit: Das tut mir alles soo leid!!


    Danke für die lieben Grüße. :)


    Laura

  • Hallo Laura,


    Chapeau. (Du bist ein sehr starkes Mädchen, denke ich.)


    Du hast recht, es fühlt sich so grausam an, wenn einem Mitleid zuteil wird und man es gerade in diesem Moment so gar nicht brauchen kann.
    Mein Dad ist vor mehr als vier Jahren gestorben und es ist jetzt vielleicht ein Jahr so, dass ich nicht mehr so einknicke, wenn ich auf seinen Tod angesprochen werde.
    Mir ist es auch so gegangen, dass ich dieses Mitleid nicht mehr brauchen konnte.
    Trotzdem stand ich selbst nach dem Tod meines Vaters einige Male vor der Situation, dass ich nicht wußte, wie ich jemandem, der gerade einen Menschen verloren hatte, gegenüber treten sollte.
    All die Sprüche: Es wird schon wieder. Das Leben geht weiter. Mein herzliches Beileid, etc. Sie belasten. o.k.
    Wie aber soll man jemanden, dem man vielleicht nicht ganz so steht, sagen, dass man seinen Verlust erkennt, seine Trauer fühlt, ihm irgendwie die Hand als Hilfe eichen will, ohn ihm zu nahe zu treten oder etwas falsch auszudrücken. Das ist ziemlich schwer.
    Meine Freundin hat erst ihre Mutter und ein Jahr später ihren Bruder verloren. Ich habe ihr gesagt: Wenn du mich brauchst, dann weißt du, wo du mich findest.
    Es ist einfach schwer, Mitgefühl nicht als geheucheltes Beileid "rüberkommen zu lassen".
    Und für uns ist es schwer, oft gut gemeintes nicht negativ aufzunehmen.
    Ich wünsche Dir unendlich viel Kraft.
    (Gut, dass Du Dich hier angemeldet hast.)


    Liebe Grüße
    Trixi

  • Danke . :)


    Ja klar ist es schwer für die anderen aber ein 'Es tut mir alles so leid, sowas hast du nicht verdient. OMG es tut mir sooooooo unendlich leid...'
    Sowas ist echt unnöitg , finde ich. ;o


    Es ist besonders komisch morgens aufzustehen & zu wissen, sie ist nicht da. Nie wieder.
    Oder Erlebnisse wie z.B ich habe meine feste Zahnspange raus bekommen , sowas hätte ich ihr gerne erzählt.
    Aber das geht nicht. Ich war bis gestern noch in Hamburg mit meinem Freund im Urlaub und ich habe einige schöne dinge gesehen, die ich ihr gerne mit gebracht hätte...


    Jeden Tag vermisse ich sie mehr. Mein Vater hat seid 3 Monaten eine neue Freundin (mit Tochter,11), obwohl meine Mutter erst seid 6 Monaten nicht mehr hier ist. Was haltet ihr davon?

  • Hallo Laura,
    verstehe. Ja, unecht wirkende Ansprachen sollte man sich schenken.
    Aber, Menschen sind halt unterschiedlich.
    Zu Deiner Frage:
    Auch hier denke ich so, Menschen sind halt unterschiedlich.
    In ihrer Art zu leben, zu lieben, zu trauern, usw., reagiert und empfindet jeder auf seine ureigene Art.
    Was den einen befremdet ist für den anderen ganz normal.
    Der eine trauert in sich gekehrt, der andere ganz offensiv, bei jedem dauert diese Phase sehr unterschiedlich lang,
    bei manchen wandelt sich die Grundstimmung während der Trauer enorm, von traurig bis zu wütend z,B.,
    und manche sind nach kurzer Zeit bereit, einfach nach vorne zu schauen.
    Dein Vater hat bis zu Ihrem Sterben bei Deine Mutter am Bett gesessen und hat sie begleitet. Das zeugt von großem Zusammengehörigkeitsgefühl und Liebe.
    Wenn er jetzt bereit ist, nach vorne zu schauen und eine neue Beziehung einzugehen, dann sollte man seine
    Entscheidung wenigstens tolerieren.
    Versuch halt, der neuen Freundin und ihrer Tochter nicht ablehnend gegenüber zu treten.
    LG
    T.

  • Hallo Laura, ich kann dich verstehen, dass es dich traurig macht, dass dein Vater wieder jemanden hat.
    aber, du bist von ihm adoptiert, er wird dich nicht im Stich lassen, hoffe ich.
    Auch sein Leben geht weiter, er hat deine Mutter bis zu Ende begleitet, auch du wirst wieder neue Freunde finden.


    Mir geht es auch immer wieder so am Tag, ich will meinem Mann ( er ist vor 20 Tagen mit nur 54 Jahren verstorben!) etwas erzählen, was ich geschafft habe, und... dann fällt mir ein, ich kann es ihm nciht erzählen, aber ich spreche dennoch mit ihm, ich spüre ihn oft körperlich in meiner Nähe, oder Geräusch um mich herum, in unserer wohnung, die sind von ihm... oder Die Taube, die ans Fenster kommt.
    Dann merke ich, er ist da und gibt mir ein Zeichen.
    Vielleicht kannst du das auch fühlen... versuch es einfach.
    du bist sehr stark und deine schilderungen über deine Ma, sie sind lebendig, so wie sie sicherlich noch bei dir ist.
    Lieben gruß von Friderike :k112:

  • Ich habe ihm von vorne rein gesagt, dass ich nichts gegen die beiden habe. Weil beide die nächsten 2 Monate auch bei uns wohnen werden, das sie hier her ziehen wollen...
    Seine Freundin, sagte mir auch, dass sie mir versucht zu helfen, da sie esoterkerin ist.
    Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, nach Hause zukommen und sie ist hier anstatt meine Mama.. :O

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