Warum

  • Ich habe meinen Freund heute vor 2 Wochen verloren! Er war 41 Jahre und hatte keine Lust und Kraft mehr zu leben! Ich bin wütend weil er mich alleine gelassen hat und unendlich traurig! Finde im Moment keinen Sinn mehr obwohl ich eine kleine Tochter habe!

  • Liebe Bonnie,


    ich kann dich verstehen....du fühlst dich alleine gelassen und alles ist dir egal.

    Erst einmal mein aufrichtiges Mitgefühl zu deinem schweren Verlust.

    Es fällt schwer sich auf das eigene Kind zu konzentrieren wenn man einen

    Verlust erlitten hat und nicht mehr ein noch aus weiß. Wenn man am liebsten nur weinen möchte

    und sich aus dem Leben der anderen zurückziehen möchte ..

    Gibt es denn jemanden der für deine Tochter aufpassen kann , damit du einwenig zu dir findest..

    Ich achte jeden Tag auf mein Enkelkind , aber als mein Sohn starb , war ich nicht in der Lage sie überhaupt um mich herum zu haben..Ich war dankbar das der Vater sie abholte und sie für zwei Wochen versorgte .Ich hätte es niemals geschafft ..

    Dir wünsche ich viel Kraft , denn die wirst du brauchen in dieser schweren Zeit.


    stiller Gruß

    Heidi

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    Dein Bild begleitet mein Leben und weicht mir nicht aus der Seele
    C.+ W. v. Humboldt


    * 7.3.77 - † 16.7.16

  • Liebe Bonnie,


    mein aufrichtiges Beileid. Es tut mir sehr leid.

    Kann verstehen, wie Du Dich fühlst und dass Du empfindest, dass alles keinen Sinn mehr hat.

    Hast Du vielleicht in der Familie liebe Menschen, die sich um Dich und Deine Tochter kümmern können? Wünsche Dir viel Kraft und bin in Gedanken bei Dir.


    Leiser Gruß Ria

  • Liebe Bonnie,


    mein herzliches Beileid. Die Sinnfrage stellt man sich natürlich als Trauernder und die Antwort darauf fällt in der Regel ernüchternd aus. Das ist nicht schön. Letztendlich kann man seinem Leben nur selbst wieder einen Sinn zu geben versuchen. Das ist unendlich schwer, weil man schlicht und einfach zeitweise nicht mehr kann und nicht mehr will. Mich hält momentan einerseits die Tatsache aufrecht, dass ich noch Familienmitglieder habe, die an meinem Tod eventuell zerbrechen würden, also ist es ein gewisses Verantwortungsgefühl. Andererseits hat mein verstorbener Lebenspartner, der seinerseits vor unserer Zeit einen Partner durch Unfall verlor, mir die Devise "nie aufgeben! Immer weitermachen!" mit auf den Weg gegeben und da ich ihn über alles liebte, muss und will ich diesen oft geäußerten Wunsch respektieren und zumindest versuchen, ihn zu befolgen. Wo meine Reise dann hinführt, kann ich noch nicht sagen, weil ich noch mitten im Auf und Ab der Trauer bin und sich noch kein emotionaler Weg abzeichnet, der in eine bestimmte Richtung geht.


    Ich wünsche dir viel Kraft!

    hans