Mein Mama stirbt

  • Hallo,


    Meiner Mama geht es seit 3 Monaten sehr schlecht. Sie leidet an Demen und ist in der Endphase. Diese letzte Phase dauert nun schon viele Wochen.
    Sie lebt in einem Pflegeheim. In den letzten Tagen ging es ihr immer schlechter. Sie ist bettlägerig, isst und tinkt so gut wie nichts mehr. Eine Magensonde ist und wird nicht gelegt.


    Sie nimmt kaum etwas wahr. Manchmal, wenn der Pfarrer z.B. kommt, will sie reagieren, kann es aber nicht richtig.
    Heute Morgen meinten die Pfleger, sie macht sich auf den Weg.
    Meine Gefühle kann ich gerade gar nicht beschrieben, aber darum geht es auch gar nicht.
    Seit 2-3 Tagen hatte ich bereits das Gefühl, dass sie Probleme beim Atmen hatte. Als wenn sie schlechter Luft bekommt.


    Sie verdreht die Augen, hat sie oft verschlossen.
    Ihre Hände sind kalt. (Aber das hatte sie früher auch oft)
    In der Pflegeeinrichrung ist heute am Sonntag meiner Meinung nach leider kein kompetenter Ansprechpartner. Sonst eigentlich schon.
    Meine Fragen konnten leider nicht beantwortet werden.
    Natürlich kann mir keiner sagen, wie lange es noch dauert. Das verstehe ich auch.
    Aber kann man den Zeitraum nicht etwas eingrenzen? Redet man von Stunden oder Tagen"
    Auch hat sie dieses rasselnde Atmen. Da war der Kommentar nur, wenn man jetzt einen Arzt ruft, wird er sie in ein Krankenhaus einweisen. Das möchte ich ihr aber nicht antun. Sie war 3 Wochen dort, und es wurde alles immer schlimmer.
    Auch die Atemaussetzer könnte man eigentlich nicht behandeln, wurde mir vorhin gesagt.


    Vielleicht stimmt das ja auch alles. Mit dem Pflegeheim bin ich grundsätzlich sehr zufrieden. Tolle, liebevolle Mitarbeiter.
    Jetzt fühle ich mich leider etwas allein gelassen. Bin auch noch Einzelkind und stehe wirklich alleine dar.
    Sie bekommt schon seit einiger Zeit ein Morphium Pflaster. Kann man die Dosis erhöhen, um es ihr leichter zu machen?
    Ich würde so gerne wissen, wie lange ich sie noch bei mir haben kann.


    Zu allem Überfluss liegt am Dienstag eine wirklich wichtige Familienfeier an. Natürlich ist mir meine Mama in dieser Situation wichtiger. Also werde ich wohl absagen.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ich fahre jetzt erstmal wieder zu ihr.

  • Hallo,


    es tut mir sehr leid, dass es Deiner Mama so schlecht geht.


    Würde sie an Deiner Stelle auch in kein Krankenhaus mehr einweisen lassen. Kann verstehen, dass Du Dich allein gelassen fühlst.


    Ob man die Morphium-Gabe erhöhen kann, um es ihr leichter zu machen, kann sicherlich nur ein Arzt entscheiden. Genau wird man Dir nicht sagen können, wie lange sie noch bei Dir ist. Du kannst jetzt nur bei ihr sein. Sie spürt, wenn Du da bist. Wünsche Dir ganz viel Kraft und hoffe, dass jemand aus der Familie Dich unterstützt.


    Ein leises Willkommen hier im Forum. Wir sind für Dich da.


    Bin in Gedanken bei Dir und sende Dir einen lieben Gruß


    Ria

  • Hallo
    Wenn es dir möglich ist, bleibe bei deiner Mama. Keiner kann sagen wie lange es dauern wird. Aber die Anzeichen zeigen, das sie sich auf dem letzten Weg macht.
    Ich bin davon überzeugt das Sterbende denn Zeitpunkt ihres weggehens selbst bestimmen.
    Ich selbst habe das bei meinem Papa erlebt. Und ich weiß wie schwer es ist....
    Dir wünsche ich viel Kraft.


    Bin im Gedanken bei Dir.


    Gruß Miri

  • Liebe Jun1810,


    ich wünsche dir viel Kraft für alles!
    Leider kann man nie genau sagen, wann DER Zeitpunkt gekommen ist - das weiss ich leider aus eigener Erfahrung.
    Ich hab bei meiner Omi die Erfahrung gemacht, dass es hilft da zu sein und dem Menschen das Gefühl zu geben, es ist in Ordnung wenn sie loslassen.
    Erst dann konnte meine Oma in Frieden gehen.
    Ich weiss, es ist unerträglich schwer, deswegen schicke ich dir in Gedanken ganz viel Kraft und eine feste Umarmung!


    Lieber Gruß
    May

  • Liebe Jun
    erst wünsche ich dir und ja auch deine Mama alle Kraft die es gerade braucht
    wenn du es dir einrichten kannst bleib bei deiner Mama gerade in dieser schweren Zeit wenn es noch so traurig ist und man weiß das es der letzte Weg sein wird
    aber aus eigener Erfahrung bei meiner Oma und natürlich bei meinem Mann bin ich sehr sehr dankbar sie in den schweren Zeit bei mir gehabt zu haben
    gerade wenn meine Trauer mich fast zerfressen hat hat mir diese Zeit sehr geholfen sehr wiedersprüchlich aber war und ist so


    für deine Mama :k118:
    für dich :kerze-viel-kraft_02:


    tröstende Umarmung skaris

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