Lieber Markus,
Mein aufrichtiges Beileid!!
Auch ich habe meinen geliebten Mann im Endstadium Krebs bis zuletzt begleitet, am Ende auf seinen Wunsch mit palliativer Sedierung.
Ich war die Wochen vorher Zuhause und die letzte Woche auf der Palliativstation 24 Stunden an seiner Seite, die ersten 15 Stunden der Sedierung waren einfach nur schrecklich!! Von "friedlich" keine Spur, er war unruhig und von außen betrachtet schien er sich zu quälen und dagegen anzukämpfen..... Ich habe furchtbar gelitten und konnte bis heute auch noch niemanden davon erzählen....
Ich habe mir genau dieselben Fragen gestellt und Vorwürfe gemacht, ob ich irgendwo Fehler gemacht habe. Ich glaube heute, dass es von außen betrachtet ganz anders wirkt, als der Betroffene tatsächlich fühlt. Ich glaube der Abschied aus dem Leben hat andere Maßstäbe als wir "Lebenden" uns vorstellen können.
Marek hat Recht: es sollte der Job der Ärzte sein, die Angehörigen GUT UND UMFASSEND aufzuklären und denen, die an der Seite ihrer Lieben ausharren, beizustehen.
Die Realität sieht oft anders aus.
Alles Liebe und sei versichert: Das hast Du gut gemacht!
Dagmar

Für Bruno, für Maria, für Mami, Papi, Opa und für alle Freunde da oben 💖
Für deine Mama, Max