Vater Tod, Mutter schwerkrank.

  • Hallo, ihr lieben Mitbetroffenen!

    Letzten Monat starb unerwartet und ohne Vorboten mein lieber Vater (viel zu jung) im Schlaf.

    Ich bin äußerst erschüttert und habe neben Arbeit und Familie schwer mit meiner Trauer zu tun. Wie wir alle, die hier schreiben.

    Nun kommt noch hinzu, dass meine Mutti, Anfang 60, nun keinen Lebensmut mehr hat und mir das täglich kommuniziert. Papa hat sich jeden Tag um sie gekümmert( sie ist ein Pflegefall seit über 30 Jahren) und sie klebten förmlich aneinander. Dafür findet sich kein Ersatz. Ich kann aufgrund meiner Situation kaum helfen.

    Meine Schwester, psychisch krank, tut dies zur Zeit.

    Würde meine Mutter( Wenn sie sich aufgibt und keine medizinische Hilfe mehr bestellt,würde dies sehr schnell passieren) plötzlich stirbt, rechne ich mit einem Suizid der Schwester.

    Auf Announcen bezüglich häuslicher Unterstützung meldeten sich sehr viele, gekommen ist niemand.

    Die Ämter arbeiten langsam, es ist außer dem 5x täglich anrückendem, spärlich versorgendem Pflegedienst, nich keine Dauerlösung in Sicht und ich weiss nicht, wie ich Mutti aufbauen soll.

    Selbst leide ich auch sehr unter der Traurt.

    Danke für die Geduld beim Lesen!

    Weiss jemand Rat?

  • Hallo R.S. ,

    es ist leider nicht selten, dass die Ehepartner sich mit auf den Weg machen, so war es bei meiner Mutter, aber wir wissen es nicht wirklich, was, wann passiert. Aber die Trauer kann wirklich einen Menschen das Herz brechen und jede Lebensmut nehmen. Vor allen wenn jemand noch dazu sehr schwer krank ist.

    Ist es Möglich, dass Ihr als Familie gemeinsam um deinen Papa trauert?

    Vielleicht wäre es ein Weg anfangen miteinander zu reden.

    Auch deine Schwester wird einen Bedarf haben mit Euch gemeinsam zu trauern.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft. Ich weiß, es ist leicht gesagt, aber versuche deine "Angst" um deine Mutter zu Seite zu legen. Wir wissen nicht, wann die Lebensuhr eines Menschen abläuft, auch unsere eigene nicht. Manchmal passieren Dinge, die wir leider nicht verstehen können.

    Liebe Grüße

    Marek Jan

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    Was vergangen kehrt nie wieder,

    aber ging es leuchtend nieder,
    leuchtet`s für die Ewigkeit noch zurück.

  • hallo r.s.,

    eure familiensituation ist wirklich nicht leicht und ich wünsche dir viel kraft sie durchzustehen.

    hast du schon mal die hospizberatung in betracht gezogen? dort gibt es angebote für hausbesuche von

    trauerbegleitern, die man vor ort als familie wahrnehmen kann? vielleicht würde euch das ein wenig

    helfen? auch bietet die kirche solche unterstützungsangebote an. vielleicht wäre das ein weg für dich?

    heike

    Das Böse ist der Mangel an Empathie....

  • Hallo, r.s.

    einen ambulanten Hospizdienst würde ich empfehlen, diese erledigen auch mal was, wenn die Angehörigen es nicht schaffen.

    Ansonsten würde ich Dir persönlich empfehlen, Tag für Tag zu leben. Vielleicht gelingt es Dir ja ab und zu, kurz den Fokus auf kleine positive Dinge zu richten. Ich wünsche es Dir!

    Alles Liebe

    Jannie :troest: