Eine Kerze für meinen Sohn Christoph (Edith)

  • Liebe Edith,

    ich kann deine/eure Situation sehr gut verstehen, weil ich das zusammen mit meiner Mutter mehrfach durchgemacht habe.
    Meine Mutter ist insgesamt viermal operiert worden, davon waren zwei OPs sehr groß, will heißen, sie haben jeweils mehr als sechs Stunden gedauert. Und das bei einem Menschen, der über 80 ist.
    Meine Sorge, wie sie aus diesen Eingriffen wieder herauskommt, kannst du dir sicherlich vorstellen.
    Es ist eben auch für den Angehörigen ein enormer emotionaler Stress.
    Auch die Vorgespräche mit den Ärzten, das Trösten und stark sein müssen, das aufreibende Warten auf Ergebnisse, all das kenne ich leider zur Genüge.
    Ich habe in der Zeit der Krankheit, obwohl auch immer wieder schöne, scheinbar gesunde Phasen dazwischen waren, sehr Federn gelassen. Die "Erholungsmonate" konnten mir da nicht wirklich Erleichterung bringen.

    Und der Streit mit meinen Brüdern, der nun schon fast neun Monate andauert, exakt so lang, wie meine Mutter tot ist, raubt mir noch die letzten Energien, wenn es so weitergeht.
    Es ist schon traurig, dass eine einstmals intakte Familie, und das waren wir(!), so verkommt ... :(
    Ich frage mich immer wieder, was eigentlich passiert ist, damals, nach dem Tod meines Vaters. Ob meine Brüder, die zu der Zeit in der Pubertät waren, irgendwie einen Knacks wegbekommen haben. Ich weiß es nicht. Fast achtzehn und sechzehn Jahre alt waren sie und dachten plötzlich, sie könnten mit ihrer Mutter umspringen, wie es ihnen beliebt.
    Gut, das sind jetzt alte Kamellen, oberflächlich betrachtet wurde das Verhältnis auch wieder besser, aber meine Mutter schien das auch nie wirklich vergessen zu haben, sonst hätte sie ihr Testament wohl anders abgefasst.
    Dass meine Brüder darüber nicht gerade glücklich sind, kann ich nachvollziehen, aber ich habe das Testament auch nicht geschrieben! Es war der letzte Wille meiner Mutter, und für den kann ich nichts!!
    Es war ihre Abrechnung für eine Zeit, in der sie sehr gelitten hat (und ich im Übrigen auch ...).

    Liebe Edith, was ich eigentlich sagen wollte: Ich verstehe deine Seelenschmerzen zu 100%, und ich wünsche dir, dass für Euch alles gut wird <3

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    :trauerkerze_01::trauerkerze_02:

  • Danke fuer Eure Kerzen , die Schutzengel und die lieben Worte.
    beides troestet mich sehr, ich knuddel Euch ganz dolle :knutsch::knutsch::knutsch::knutsch::knutsch::a0013:

    so wie Du schreibst Kerstin so ist es.
    es ist enormer Stress, die Angst um meinen Mann
    dazu Christophs Todestag, das raubt doch vieles meiner Kraft.


    mein Junge,
    natuerlich weiss ich das Du gut aufpasst
    bitte auch auf mich, weisst Du 8 Stunden sind so schrecklich lang.
    Ich habe ein Hotelzimmer gebucht in der Naehe der Klinik
    dann bin ich auch schnell dort.

    :trauerkerze_40::trauerkerze_036:

    fuer Dich sind die Kerzen
    warm und hell,
    sie kommen mit all meiner Liebe fuer Dich zu Dir

    Deine Mutti

  • Liebe Edith,

    ich werde Donnerstag ganz fest an Euch denken und noch mal extra beten und Heilung senden (lassen). Ich kann mir gut vorstellen, wie das alles an Deinen Kräften zehrt.
    Aber Christoph wird gut aufpassen auf Deinen Mann und Dich.

    Für Christoph


    und Erwin schutzengel_5schutzengel_5schutzengel_5

    Lieber Gruß und ganz viel Kraft für Dich
    Nicole

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    Wenn Dir jemand erzählt, dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht und das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt, so sage ihm: Die Blume geht zugrunde, aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns, geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens. (Khalil Gibran)