• Frohe Ostern.


    Ja, der Winter ging zur Neige,
    holder Frühling kommt herbei,
    Lieblich schwanken Birkenzweige,
    und es glänzt das rote Ei.


    Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
    bei der Glocken Feierklang,
    und auf oft betretnen Bahnen
    nimmt der Umzug seinen Gang.


    Nach dem dumpfen Grabchorale
    tönt das Auferstehungslied,
    und empor im Himmelsstrahle
    schwebt er,
    der am Kreuz verschied.


    So zum schönsten der Symbole
    wird das frohe Osterfest,
    daß der Mensch sich Glauben hole,
    wenn ihn Mut und Kraft verläßt.


    Jedes Herz, das Leid getroffen,
    fühlt von Anfang sich durchweht,
    daß sein Sehnen und sein Hoffen
    immer wieder aufersteht.


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    Ferdinand von Saar
    (* 30. September 1833 ; † 24. Juli 1906 )

    Das Leben endet - die Liebe nicht.

  • Liebe Helga,

    danke für das schöne Gedicht.

    Viele Grüße Ilona

    Das Liebste sein Kind zu verlieren, ist und bleibt ewiger Schmerz.
    Wer diesen Schmerz ertragen muss geht durch die Hölle.
    Meine Kathleen dich verlieren war sehr, sehr schwer, dich vermissen aber noch viel mehr. Deine Mutti