Hallo AK,
mein tiefstes Mitgefühl für diesen schweren Verlust. Mein Mann ist vor mittlerweile sieben Jahren auch mit 48 an Krebs verstorben. Es ist grausam. Von jetzt auf gleich steht die Welt auf dem Kopf. Ich kann so gut nach vollziehen was gerade in dir vorgeht. Es ist schön, dass du Rückhalt in der Familie und bei Freunden hast. Ohne das wäre es noch schlimmer. Aber niemand kann dir deine Trauer erleichtern. Beistehen ja, dich in den Arm nehmen und halten, zusammen weinen, dir Hilfe jeglicher Art anbieten. Aber niemand kann die Trauer, die Wut, den Schmerz und das Gefühlschaos von dir nehmen. Und dieses Gefühl des Alleinseins. Ich kam mir damals immer vor wie das fünfte Rad am Wagen. Alles war falsch. Wie eine Geschichte zu der ich nicht gehörte. Es dauert lange bis sich das nach und nach ändert. Im Moment bist du noch dabei zu realisieren was da eigentlich passiert ist. Vom Verstand her weisst du es natürlich, aber dein Herz muss es auch annehmen. Dein Mann wird dort seinen Platz für immer haben. Aber es braucht Zeit das alles annehmen zu können. Bei der/dem einen mehr beim anderen weniger. Du wirst deinen Weg finden. Lass dir die Zeit, die du brauchst und lass dich auch von niemandem drängen. Du darfst weinen, schreien, toben so oft und so lange du willst und es dir gut tut. Das alles erleichtert für kurze Zeit etwas. Und wenn es dir hilft über deine Gefühle, Ängste und Gedanken zu schreiben, dann melde dich hier an. Du wirst hier Beistand erfahren, den andere Menschen, die noch keinen solchen Verlust erleben mussten, dir nicht geben können. Mir hat der Austausch mit anderen sehr geholfen. Und die Beiträge von Mitgliedern, die schon länger trauerten, haben mir Hoffnung gegeben, dass es eines Tages besser werden wird. Natürlich kannst du auch hier weiter schreiben, aber möglicherweise sehen es hier nicht so viele.
Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg und dass du weiterhin den Beistand bekommst den du brauchst.
Liebe mitfühlende Grüße
Manuela
ein kleines Lichtlein für deinen Mann