Spreche es deutlich an. Sage ihm deine Ängste, deine Sorgen und Nöte die Du um ihm hast, vielleicht kommst Du so an ihn wieder ran??
Man kann nur einen Menschen helfen, wenn er es einsieht, dass er Hilfe braucht...
Flucht und nicht verarbeiten wird ihn nicht weiter bringen...
Beiträge von *MarekJan*
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Hallo Minkie,
vielleicht wird Dir meine Antwort nicht gefallen, aber ich muss in paar Punkten vielleicht in deinen Augen ungerecht werden. Wie Du schreibst, es sind erst 8 Monate her, als dein Freund seine Mutter überraschend verloren hat, ich schreibe bewusst, erst 8 Monaten, denn nach so kurzer Zeit kannst Du nicht erwarten, dass sein Leben in "normalen" Bahnen verläuft.Nicht um sonst redet man von den ersten schlimmen Trauerjahr, in den man alles das erste Mal ohne den geliebten Menschen erlebt, den man verloren hat. Da kommen die Weihnachten, Geburtstage und dann das erste Jahressterbetag. Es sind Tage die besonders schmerzen und vor den manche Menschen sehr viel Angst haben.......
Wie merkst Du, dass er nicht mehr er selbst ist? Nach einem Verlust, egal wie Du es Dir auch wünscht, wird es nicht mehr so sein, wie vor dem Verlust. Es ist eine Lebenserfahrung die einen Menschen verändert und alles braucht seine Zeit, vor allem die Trauer. Man kann sich den Verlust seiner Mutter vorstellen, aber in realen Moment ist der Schmerz viel größer und nicht vorstellbar.
Wenn er den größten Teil des Tages schläft, geht er keiner Beschäftigung nach? Vielleicht ein geregelter, strukturierter Tagesablauf würde ihm bisschen auf die Beine helfen. Wie wäre es, wenn Du Frühstück machst und ihr gemeinsam frühstückt usw.
Wirklich aufmuntern einen Menschen, der Schmerz der Trauer spürt ist nicht möglich, eher wichtiger wäre es über den Schmerz und Verlust zu reden, auch wenn es immer wieder das gleiche scheint, so ist es wichtig auch zuzuhören. Gemeinsam zum Grab gehen und einfach in den Arm nehmen. Zeigen, Du muss nicht gut gelaunt für mich sein, Du kannst auch "Schwäche" zeigen, was bei sehr vielen männlichen Trauernden sehr schwer ist, weil sie von Haus aus so erzogen worden sind Stärke zu zeigen.
Zu Thema Psychologen, wenn er es hasst, er es nicht mag, warum soll er dann auch da hin? Du schreibst wegen Dir, aber das ist der falsche Ansatz, er muss merken, dass er für sich Hilfe braucht, erst dann wird es ihn vielleicht helfen. Gegen seinen Willen und wenn er nicht dran glaubt, wird es ihn wenig nutzen. Vielleicht sollte er sich Menschen suchen, die "gleiches" Schicksal erlebt haben mit den er sich austauschen kann und über seine Gefühle reden / schreiben kann. Es ist immer leichter, weil man seine engste Freunde / Familie nicht damit belasten möchte und irgendwann versucht ihnen das vorzuleben, was die Gesellschaft erwartet, dass es wieder alles in Ordnung ist. Verständnis für Trauer die über eine gewisse Zeit geht, gibt es in unser Leistungsgesellschaft nicht, sonst würde es nicht diverse Selbsthilfeseiten, Trauerforum, Gedenkseiten geben.
Du möchtest paar Tipps gerne haben:
Rede mit ihm über seinen Schmerz, seinen Verlust, seine Ängste und Sorgen.
Gebe ihn keine Ratschläge, was er tun sollte, sondern sei eine gute Zuhörerin und mache ihn Vorschläge, wie ihr gemeinsam durch diese Zeit gehen könntet.
Setzte ihm kein Ultimatum, dass geht immer schief, denn auf Dauer wird er den Druck nicht aushalten.
Hole Du auch Dir Hilfe, bei Facharzt oder Psychologen.
Spreche das Thema, "Trauma" und "Depression" an, informiere Dich aber drüber vorher. Auch plötzlicher unerwarteter Verlust einer Mutter kann nicht nur eine Depression sondern auch ein Trauma auslösen.
Lasse ihm Luft und Zeit für seine Trauer. Das sind so meine persönliche Gedanken und Worte die ich an Dich richten möchte.Ich wünsche Euch beiden viel Glück und vor allen viel Kraft für den schweren Weg, der vor Euch liegt.
Marek Jan -
Liebe Simone,
für deine Mama soll diese Kerze hell leuchten
Marek Jan -
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Liebe Ute,
ich möchte Dich einfach nur umarmen.
Mein tiefstes Mitgefühl zum Verlust deiner Mutter.
Leise Grüße
Marek Jan -
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