Beiträge von Kleiner Liebling
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Lieber Marco,
was Du schreibst, ist unvorstellbar schrecklich... ich weiss gar nicht, was ich dazu schreiben soll und kann, außer dass ich mit Dir fühle... auch Deine Schuldgefühle kann ich sehr gut nachvollziehen, sie können Traumata hinterlassen...
Ich möchte Dir meine aufrichtige Anteilnahme zum Verlust Deiner Mutti aussprechen... manchmal möchte man noch etwas sagen oder schreiben, aber findet nicht die rechten Worte... deshalb lasse ich es jetzt so stehen.
Stillen Gruß

Kleiner Liebling
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Liebe Minkie,
ich möchte mich den Worten von Marek Jan anschliessen, er hat es sehr gut beschrieben... trotzdem kann man es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst an der eigenen Seele erlebt hat.
Lass' Deinem Freund die Zeit, die er braucht, das können unter Umständen auch JAHRE sein!
Ich habe mit 15 Jahren auch meine Mutter plötzlich und überraschend durch einen Unfall verloren, ebenso ist mein Mann plötzlich und überraschend verstorben.Ich kann Dir versichern, daß 8 Monate GAR NICHTS sind, sie sind ein Wimpernschlag.
Nach 8 Monaten war ich sowohl nach dem Tod meiner Mutter als auch nach dem Tod meines Mannes immernoch im Schockzustand, und konnte noch gar nicht WIRKLICH realisieren, dass sie tot sind...
Sicherlich KANN man ggfs. auch nach 8 Monaten im Alltag wieder halbwegs "funktionieren", aber es wird für gewöhnlich auch eher nur ein Funktionieren sein... mehr darfst Du nach so kurzer Zeit wirklich nicht erwarten.
Oftmals haben Menschen, die einen nahestehenden Menschen plötzlich verlieren, nach 8 Monaten noch nicht mal wirklich damit begonnen, die Trauer zu verarbeiten... also von "aus der Trauer rauskommen", kannst Du vielleicht (vielleicht) in einigen JAHREN mal sprechen... wenn der Schock verarbeitet wurde und die Trauer ein kleines Stückchen beiseite rückt, um das Leben wieder lebbar(er) zu machen...
So wie es vorher war, wird es nie wieder sein... nie wieder! Kann ja auch gar nicht...
Schau', mein Mann ist "bereits" vor 2 Jahren und 9 Monaten verstorben, und ich bin immer noch mitten in der Trauer drin... ich lebe, ja... ich versuche, das Beste aus meinem Leben zu machen und ihm irgendwo noch einen Sinn zu geben, aber ich denke IMMER an meinen Mann, ständig und weine jeden Tag in meinem Leben um ihn... und ich habe IMMER eine Kerze für ihn angezündet.
Und das finde ich auch vollkommen "normal", ich sehe da keinen Anlass, einen Psychologen aufzusuchen oder eine Therapie zu machen, und kann gut verstehen, dass Dein Freund da einen Widerwillen hat.Wir sind NICHT KRANK, wir sind Hinterbliebene, die einen schweren Verlust zu verzeichnen und zu überwinden haben! Was soll ein Therapeut helfen? Er bringt ihm seine Mutter nicht zurück...
Gib' ihm Zeit, was das Trauern anbetrifft...
Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinem Beitrag "die trauernde Seite" aufzeigen, damit Du sie besser verstehen kannst...
Lieben Gruss,
Kleiner Liebling
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