Trauerwald – Leben mit meiner Trauer

Veröffentlicht: 7. Dezember 2016

Ein Weg durch und mit der Trauer.

Ich bin mir im Klaren, dass nicht nur mein Umftrauer046eld, meine Familie, engste Freunde und ich Trauer erfahren werden oder erfahren haben, sondern dass bei uns allen irgendwann die Trauer unseren Lebensweg kreuzen wird. Die Trauer wird aufkreuzen, manchmal wird sie sich ankündigen, manchmal wird sie unverhofft vor der Tür stehen und uns für einen Teil unseres Lebens – manchmal bis ans Lebensende – begleiten.

Wer ist diese Trauer? Eine dunkle Gestalt? Ein Freund oder ein Feind?
Was will sie von uns? Warum kommt diese und bleibt unterschiedlich lange?

Meine Trauer ist bildlich gesehen ein alter weiser Mann, der ungefragt erscheint, mich einfach in die dunkle Zeit meines Lebens mitnimmt und mich begleitet. Er nimmt mich mit auf eine Reise der Gefühle, sehr extremer Gefühle, die ich nicht haben möchte, aber ob ich möchte, werde ich nicht gefragt. Am Anfang hätte ich gesagt, der alte Mann ist böse, ein Feind, denn er bringt nichts Gutes mit sich. Er bringt das Gefühl, dass die Welt stehen bleiben müsste. Das Gefühl des Schmerzes, das sich kaum jemand vorstellen könnte, dieses je aushalten zu können. Dieser Schmerz tut bei jedem Atemzug weh und nimmt mir die Luft zum Atmen……………………

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Wie ein Schiff auf dem offenen Meer – Meine Trauer

Veröffentlicht: 15. Februar 2016

Wie ein Schiff auf dem offenen Meer

Ich war im Urlaub am Meer und als ich am Ufer entlang spazierte, sah ich ein Schiff. So setzte ich mich auf eine Bank und meine Gedanken begannen zu fließen. Sie sind so wertvoll für mich, dass ich sie niederschreiben möchte….

In meiner Trauer, in meinem Schmerz fühle ich mich seit Monaten wie auf einem Schiff. Welche Tätigkeit ich auf diesem Schiff verrichte, ist nicht so wichtig, denn ich bin alleine, so kann ich der Käpt´n, der Matrose oder einfach nur ein Passagier sein…

Mein Schiff hat den sicheren Hafen verlassen, ohne Ziel und ohne zu wissen, wohin meine Reise geht. Im Moment scheint die Sonne, das Meer ist wunderschön, blau und ruhig. Ein leichter Wind weht ()durch mein Gesicht, der dabei mein Schiff langsam auf´s offene Meer treibt und hinter mir verschwindet der Horizont. Ungewisse Reise auf der ich mich befinde, aber ich bin nicht neugierig auf den Weg, egal wohin es geht. Ich sage nur leise vor mich hin „Bringe mich weg von diesem Schmerz und von meiner Trauer. Bringe mich weit weg, denn ich möchte alleine sein. Ich möchte im Moment keinen sehen und hören. Ich möchte, dass die Sonne meine salzigen Tränen trocknet. Das Meer sind alle Tränen, …..

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Stammbaum – Mein Lebensbaum der Gefühle – Meine Trauer

Veröffentlicht: 11. Februar 2016

Stammbaum – Mein Lebensbaum der Gefühle – Meine Trauer

Auf der Suche nach einem Bild für mein Leben, für meine Gefühle (Liebe, Glück, Hoffnung, Schmerz, Trauer…) habe ich begonnen, Ausschau zu halten, welches innere Bild wäre passend und stimmig?

Auf einem Spaziergang durch einen Wald bin ich fündig geworden. Es war ein sonniger Morgen, trotz des kalten Winters wärmten mich die Strahlen der Sonne. Die Sonne war die Wärme für meine innere Kälte. Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf, bis ich einen Baum sah und zum Stehen kam. Die Gedanken verflogen sofort und ich hatte nur Augen für diesen Baum.

Nicht zu groß und nicht zu klein, umgeben von sehr vielen unterschiedlichen Bäumen. Manche waren größer, manche kleiner, manche schmaler, manche breiter, manche mit vielen und manche mit wenigen Ästen. Eines hatten sie mit meinem Baum gemeinsam: Sie trugen alle keine Blätter.

So stand ich da und fing zuerst an, diesen für mich besonderen Baum aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Zuerst sah ich mir den Baum genau an, der alleine da stand. Dann schaute ich mir den Baum mit all den Bäumen drum herum an und so wirkte dieser Baum auf einmal nicht so einsam und alleine. Dann flossen meine Gedanken sofort weiter…

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Sag es in einem Satz. Meine Trauer ist…

Veröffentlicht: 4. Februar 2016

Sag es in einem Satz. Meine Trauer ist…

Unsere Mitglieder vervollständigen diesen Satz wie folgt:

Meine Trauer ist…..

– eine sehr schmerzhafte Erfahrung meines Lebens, auf die ich gerne verzichtet hätte, aber ich weiß, dass kein Mensch von Trauer verschont wird, also gehört die Trauer zu meinem Leben dazu, obwohl wir nie Freunde werden, weil es sehr weh tut.
– für mich ein so überwältigendes, tiefes, schmerzhaftes Gefühl_ und dennoch bedeutet es für mich auch unendliche Liebe zu meinen Lieben!
– einmal Hölle und wieder zurück.
– ein Gefühl, als ob es die Seele zerreißt, ein Schmerz, der nicht nur meine Augen, sondern auch mein Herz weinen lässt.
– ein Stück meines Herzens, das rausgerissen wurde, diese Wunde wird nie mehr heilen, aber sie vernarbt, wenn auch langsam, aber stetig.
– das ehrlichste, aber auch schmerzlichste Gefühl, was ich kenne.
– der ungehörte Schrei einer verzweifelten Seele.
– ein tiefer Schmerz, der leider zum Leben dazugehört, Wunden die nie wieder richtig heilen, doch unsere Lieben haben immer einen Platz… in unseren Herzen!
– ein Stück schmerzhaftes Leid im Leben, was nie ganz schmerzfrei wird, aber lebbarer!
– gekommen, ungefragt und bleibt vielleicht ein Leben lang.
– das schmerzhafteste Gefühl, was ich kennengelernt …..

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Mitgliederstimmen über unsere Trauerforum-Seite www.meinetrauer.de

Veröffentlicht: 4. Februar 2016

Das Trauerforum www.meinetrauer.de ist:

– meine virtuelle Heimat geworden.
– für mich ein Ort, wo ich Trost und Freundschaft finde.
– für mich der einzige Ort, wo ich zur Zeit einfach nur ICH sein darf.
– für mich der Ort, an dem mir (damals) fremde Menschen in meinen schlimmsten Stunden geholfen haben.
– ein Ort, wo ich aufgefangen werde von lieben Menschen, die wissen was man fühlt.
– der einzige Ort für mich, wo man mich in meiner Trauer versteht!
– für mich ein Ort, wo ich Menschen (Freunde) traf, die das gleiche Leid erlebten_wie ich..
– mein Zufluchtsort, wenn die Welt stehenbleibt, aber auch der Ort, wo ich sein kann, wie ich bin….
-für mich ein Ort, an dem ich angenommen werde für das, was ich denke und bin_ und nicht für das, was ich nach außen hin „darstelle“…
– ein Ort, den ich nicht mehr missen möchte.
– der Ort, wo ich verstanden werde und nicht funktionieren muss…
– für meine Seele der Ort, an dem sie ein wenig Licht auf dem dunklen Weg durch die Trauer bekommt, hier darf sie einfach „sein“…, mit all ihrem Schmerz.
– der Ort, wo ich in meiner größten Not aufgefangen wurde, Trost und Verständnis bekam, wo ich ins Leben zurückfand und ein neues Glück gefunden habe.

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Gut gemeinte Sätze in der Trauer.

Veröffentlicht: 2. Februar 2016

Gut gemeinte Sätze in der Trauer. In meiner persönlichen Trauer war/ ist für mich der schlimmste Satz…

Für mich waren / sind die schlimmsten Sätze:
-„Warte mal ein paar Wochen ab, dann ist alles vergessen….“
Nein, ich kann nichts vergessen, ich werde meine Ma nie vergessen.

-„Ich glaube, es ist an der Zeit, mit Deiner Trauer abzuschließen“, oder „Du hast jetzt lange genug getrauert, einmal muss genug sein….“
Nein, keiner kann mir vorschreiben, wann ich mit meiner Trauer abschließe oder wie lange sie dauert.

Ich weiß, diese Sätze sind von denjenigen „gut“ gemeint, aber sie zeigen mir auch, dass sie mich nicht wirklich kennen, nicht wissen, was in mir vorgeht.

-Der Satz, mit dem ich oft konfrontiert wurde, da ich zu dieser Zeit schwanger war, lautete: „Ein Leben geht, ein neues kommt.“
Doch ganz schlecht gewählt, denn – ja meine Schwiegermutter ist an ihrem Krebs elendig zu Grunde gegangen und es war sicher besser für sie – doch durfte sie somit nie ihr Enkelchen in den Arm nehmen und somit hat mein Sohn nur noch eine Oma.

Und was das Schlimmste daran ist, dass meine liebste Omi knapp 4 Monate später noch verstorben ist. Es wäre ihr erstes Urenkelchen gewesen. …..

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