Meine Gedanken zum Tod

Veröffentlicht: 11. Februar 2016

Meine Gedanken zum Tod

Vorweg: Ich habe furchtbare Angst vor dem Tod.

Ich kann mir diesen auch überhaupt nicht vorstellen. Einfach nicht mehr da zu sein, nicht mehr zu atmen und überhaupt..
Anders finde ich ihn auch in vielen Fällen total ungerecht. Und da kommt meine Frage nach Gott, denn ich bin der Meinung, wenn es einen geben sollte, würde er so etwas nicht verhindern können?
Ich rede nicht nur von meinem Schicksal, sondern von vielen anderen, zum Teil viel schlimmeren. Ich bin einfach der Auffassung, wenn es diesen geben würde, würde er so einiges verhindern können. Naja, da hat wohl jeder eine andere Meinung dazu, aber dies ist meine eben.

Zum anderen ist der Tod manchmal auch einfach nur erlösend, und erst recht, wenn Menschen, die schwere Schmerzen erleiden müssen, so von diesen erlöst werden können und so endlich ruhen können. Im Allgemeinen wird der Tod doch immer Fragen offen lassen, die jeder von uns gerne wüsste, aber ich glaube, deshalb macht es ihn teilweise so furchtvoll und geheimnisvoll, so interessant auf eine Weise. Für viele ist er letztendlich einfach nur schmerzlich, denn man kann es einfach nicht nachvollziehen, bzw. will es einfach nicht. Er bleibt ein großes Rätsel, in der Hinsicht, wie es ist und wo man hinkommt. Wird man ein Licht sehen und wird man als Geist weiterleben?? Oder… oder???
Mann weiß es eben nicht und das ist auch das Schreckliche an diesem ganzen Thema!

 

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11 Kommentare:

  1. geschrieben am 11.02.16 um 14:19 von Kleine Zigeunerin

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    Ich glaube nicht wirklich an Gott als eine Person, sondern eher an eine höhere Macht. Zum zweiten denke ich nicht das unsere Verstorbenen als Geister um uns herum schweben, ich denke sie sind in uns, ein Teil von uns. In unseren Herzen sind sie immer bei uns und begleiten uns bis ans Ende. All die Fragen nach dem warum wird nie jemand beantworten können, aber mein Glaube gibt mir die Kraft jeden Morgen auf zu stehen und meinen Tag zu überstehen. Es tut weh und wird nicht, wie viele sagen, von Tag zu Tag etwas leichter. Man lernt nur damit zu Leben.

  2. geschrieben am 11.02.16 um 14:20 von Moni_

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    Auch ich glaube an Gott und stimme kleine Zigeunerin voll zu. Gott ist allmächtig und auch mir hilft der Glaube bzw. das Beten über schlimme Zeiten oder Krisen hinweg zu kommen. Es gibt sicher viele Dinge, die sich nicht oder schlecht erklären lassen. Es ist nun mal so, dass der Tod zum Leben gehört und wie es ist nach dem Tod kann uns Niemand sagen aber ich stelle mir das genauso vor, wie es war vor meiner Geburt.
    Die Menschen können nicht alle Fragen beantworten aber Gott kann es – auf seine Weise.

  3. geschrieben am 11.02.16 um 14:21 von Marc Sorrow

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    Ich habe mir den Artikel mal durchgelesen und hoffe ich stoße nicht auf zu großes Unverständnis. Das Thema Tod hat für mich eine ganz neue Bedeutung bekommen, seitdem ich meinen Engel verloren habe. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer eine riesengroße Angst davor.Wenn ich jetzt darüber nachdenke, sehe ich ihn in manchen Fällen sogar als Erlösung an. Wenn man sieht, wie sehr manche Menschen leiden müssen, sei es an Krankheit, in den letzten Augenblicken ihres Lebens oder im schlimmsten Fall fast ihr ganzes Leben, so denke ich doch das der Tod auch teilweise etwas erlösendes hat. Auch wenn er für die Angehörigen immer unfair ist, gar keine Frage. Es tut höllisch weh einen Angehörigen zu verlieren, aber genauso viele Schmerzen erleben wir auf unserem Weg durchs Leben.
    Wenn mich jemand fragen würde ob ich an Gott glaube, würde ich das verneinen. Ich für meinen Teil kann sagen das ich an etwas anderes glaube, wie viele andere Menschen auch. Meiner Meinung nach ist es nicht wichtig an was oder wen man glaubt. Wichtig ist, das man glaubt!

  4. geschrieben am 11.02.16 um 14:22 von mäuslein

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    *ohne Worte*

    Marc, ich stimme Dir absolut zu …

    Chrissie

  5. geschrieben am 11.02.16 um 14:23 von große liebe

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    Auch ich habe schon immer große Angst vor dem Tod gehabt, aber seit mein Schatzi von mir gegangen ist, hat sich etwas verändert. Ich kann nicht sagen, das ich gar keine Angst mehr habe, aber es ist nicht mehr ganz so bedrohlich, weil ich das Gefühl habe, das ich dann da bin wo er jetzt ist…und wenn er wirklich im Nirgendwo ist, dann gehe ich da eben auch hin, merke aber nichts mehr….ich könnte mir auch vorstellen, das es so ist wie Trauerweide es denkt, nämlich das es genauso ist wie vor der Geburt…wir erinnern uns auch nicht wo wir da waren….in dem Punkt, was unsere Verstorbenen angeht, sehre ich es auch eher wie Kleine Zigeunerin: Durch die starke Liebe und Verbundenheit spüren wir sie ständig bei uns, sie wohnen in unseren Herzen und begleiten uns……wir bekommen natürlich auch viele Antworten (so ist es zumindest bei mir) von ihnen, weil eine solche Vertrautheit da war, das wir die Antwort einfach kennen…., aber es ist schon ein schönes Gefühl, das unsere Lieben uns hier helfen besser klar zukommen ( vielleicht ist es ja auch wirklich so) mir jedenfalls gibt das alles etwas Kraft, denn.ganz ohne Glauben könnte ich es überhaupt nicht ertragen…

  6. geschrieben am 11.02.16 um 14:24 von Kleine Zigeunerin

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    Gedanken zum Tot….. Die hab ich zur Zeit jeden Tag von morgens bis Abends und Nachts träume ich….
    Ich habe mich seit ich denken kann mit meiner Mutter oft und heftig gestritten, denn noch hab ich immer gewusst wie sehr sie mich liebt.
    Ich denke sie wusste das von mir auch. Ich war bei meier Geburt sehr klein und schwach, die Ärzte gaben mir keine Überlebenschance, meine Mutter kämpfte mich ins Leben.

    Alle halbe Stunde 10 ml trinken, 5 davon wieder raus….. egal, 11 Monate Kampf um ein winziges Leben, wir haben es geschafft. Ich lebe, seit fast 50 Jahren.

    Ich wohne seit 15 Jahren ca. 200 Km von meinem Elternhaus entfernt, wir sahen uns nur noch selten. Telefonierten öfter. Dann war ich Weihnachten da und zum Abschied sagte sie „lass dich bald mal wieder sehen „. Das waren die letzten Worte die ich nie vergessen werde. Am achten Januar, zwei Tage nach dem wir aus dem Urlaub in London zu rück waren rief meine Schwester an, Mama liegt im Sterben. Ich war auf der Arbeit, ließ meine Kasse und meine Kunden stehen, setzte meinen Chef an meinen Platz und fuhr so schnell in die Eifel das meine Schwester dachte ich sei geflogen. Ich hab nur ein kleines Auto mit 60 PS, aber ich hab Mercedes und Audi einfach weg gehupt und das Gaspedal durch getreten bis zum Anschlag.

    Meine Mutter hatte eine Lungenentzündung, war zuhause zusammen gebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden. Als ich dort an kam sagte man mir das sie zusätzlich auch eine beidseitige Herzklappenentzündung hat und einen schweren Schlaganfall. Bis zum 19.1 saß ich mit meiner Schwester an ihrem Bett bis sie den letzten Atemzug tat. Sie hat das Bewusstsein nicht wieder erlangt. Ich weiß nicht wo hin sie gegangen ist, ich tröste mich damit das es ihr jetzt besser geht. Sie hat ihr Leben lang nur geschufftet, und musste so viele Schmerzen ertragen. Aber an solchen Tagen wie heute, sie hat die Lieder von Heintje geliebt und ich hab die CD durch Zufall gefunden und angeschaltet, bricht für mich die Welt immer noch zusammen. Dann denke ich nur eins, ich will meine Mama wieder haben. Dann könnte ich schreien.. warum warum warum ?????
    Aber ich habe auch durch meine Trauer viele Antworten bekommen, aus meiner Kindheit die ich längst vergessen , oder besser gesagt verdrängt hatte.

    Warum tut das alles so wahnsinnig weh ????

  7. geschrieben am 15.02.16 um 10:22 von gerti

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    Ich finde es wär wahrscheinlich vieles leichter, wenn man verstehen könnte, warum manche Dinge passieren, was man daraus lernen soll oder kann und ob es überhaupt einen Sinn gibt!

    Ich war so viele Jahre unglücklich, ich denk ich war depressiv, dann hab ich einen Mann kennen gelernt, der, obwohl er es selber sooo schwer hatte in seinem Leben (er hatte Muskeldystrophie, eine Erbkrankheit von der er wußte, er würde am Ende daran ersticken, so gerne gelebt hat, durch ihn war mein Leben wunderschön. Es war als hätte jemand auf den Knopf gedrückt und mich wieder ein geschaltet. Ich hab ihn einige Jahre gepflegt und jede Minute, die ich für ihn dasein durfte war ein Geschenk! Er hat mir die Lebensfreude wieder gegeben. Ich weiß noch genau, daß ich sogar um 3 Uhr in der Früh überglücklich aus dem Bett gesprungen bin, wenn er angerufen hat, weil er z.B. auf die Toilette mußte. Er hat meinem Leben einen Sinn gegeben und mir das Gefühl, ich bin für jemand anderen wichtig.

    Mein Mann nimmt mich überhaupt nicht wahr, er sitzt vor seinem Computer und ich im Wohnzimmer, ich weiß nicht einmal, ob er bemerkt wenn ich nicht da bin! Seit der Josef gestorben ist, ist alles wie früher, ich bin wieder „ausgeschaltet“! Wäre es nicht besser, wenn ich ihn nicht kennen gelernt hätte, ich hätte nicht gewußt wie schön das Leben sein kann und würde nicht ständig um ihn weinen! Ich hab so eine Sehnsucht um den Menschen mit dem ich über all meine Gefühle, Ängste, Gedanken, einfach Alles reden konnte, der mich verstanden und immer wahrgenommen hat! Wenn ich arbeiten war hat er schon sehnsüchtig auf mich gewartet und mir seinen Tag erzählt, er war wirklich mein Sonnenschein. Mein einziger Trost ist, daß ich für ihn die letzte Zeit seines Lebens vielleicht wirklich ganz gut war, vielleicht war es dafür gut, daß er nicht in ein Altenheim mußte und nicht so unglücklich war.

    Ich hoffe aus ganzem Herzen, daß es ihm wirklich eine Hilfe war. Mein Mann kann ja auch nichts dafür, daß er so ist, er redet mit anderen auch nicht über Gefühle oder so, höchstens über die Arbeit. Wenn ich den Josef nicht kennen gelernt hätte, wär alles wie immer und ich hätte nicht das Problem, daß ich manchmal darüber nachdenke ob ich mich von meinem Mann trennen soll! Ich war immer überzeugt, daß ich ihn liebe und hab viele Jahre um ihn gekämpft

  8. geschrieben am 15.02.16 um 10:24 von SusiE

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    Ich habe auch schon einige liebe und geliebte Menschen verloren; der letzte schlimme Verlust war mein Papa in 2014. Meine Überzeugung, dass die Seele unsterblich ist und für viele Leben wiedergeboren wird, macht den Schmerz nicht wirklich kleiner.
    Der plötzliche Tod meiner Großmutter erschütterte damals meine beiden Cousinen und mich so sehr, dass wir die Beerdigung verlassen mussten. Ein paar Jahre später bekam meine Cousine ein Mädchen, dass unsrer Omi immer ähnlicher wurde. Äußerlich wie auch in ihren Begabungen. Der erste Gedanke ist immer, es liege an der Vererbung. Aber wir dachten wohl instinktiv alle das gleiche und trauten uns nicht, es auszusprechen. Bis wir mal Omas Kinderfotos ansahen und es so offensichtlich war. Eine sagte: Als wären sie Zwillinge! Seitdem befasse ich mich mit Reinkarnation, wenn auch sehr vorsichtig, da ich eigentlich eher skeptisch veranlagt bin.

    Mittlerweile halte ich aber eine Wiedergeburt für plausibler als ein Leben in anderen ‚Dimensionen‘ oder’bei Gott‘. Neu war mir, dass in den urchristlichen Schriften auch die Wiedergeburt ihren Platz hatte und später herausgestrichen wurde.

    Für mich ist es ein beruhigender Gedanke, dass mein Vater, dieser wundervolle, positive Mensch, nicht einfach für uns verloren ist, sondern dass seine ‚Seele‘ irgendwo auf der Welt wieder eine Heimat findet. Das bedeutet für mich aber auch, dass ich ihm wahrscheinlich nie mehr begegnen werde. Oft frage ich mich, würde ich ihn erkennen?

    Oft spreche ich mit ihm in meinem Alltag, also denke ich, er ist noch hier bei uns. Vielleicht wartet er ja, dass ich ihn loslassen kann? Noch kann ich das nicht. Der Gedanke, ihm nie mehr nah zu sein, ist noch unerträglich.

    SusiE

  9. geschrieben am 15.02.16 um 10:25 von Nicoletta

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    Liebe Susi,
    genauso geht es mir auch. Ich habe früher immer an Wiedergeburt geglaubt, habe Bücher darüber förmlich verschlungen. Ich wollte immer mal eine Rückführung machen, weil ich das so unglaublich spannend fand. Aber seit mein Papa nicht mehr da ist, mag ich diesen Gedanken überhaupt nicht mehr. Ich klammere mich an den Gedanken, dass es eine andere Dimension gibt, in die wir nur „rübergehen“, wenn wir sterben. Denn nur auf diese Weise besteht für mich die Chance, ihn wiederzusehen, nur so kann ich mir erklären, dass er immer noch „da“ ist. Ich will einfach nicht mehr an Wiedergeburt glauben, weil mir das meinen Papa entgültig nehmen würde. Und dazu werde ich niemals bereit sein.

    Alles Liebe,
    Nicole

  10. geschrieben am 15.02.16 um 10:26 von Coco67

    antworten

    Wegen der Wiedergeburt kopiere ich mal hier rein, was ich in einem anderen Thread mal dazu geschrieben habe:

    Es geht beides… Zum einen ist Zeit etwas relatives. Es ist etwas schwer vorstellbar, aber es gibt Leute, die sagen, dass quasi gleichzeitig früher, jetzt und morgen ist und wir das nur anders wahrnehmen. Das hieße dann, die Seele, das Bewusstsein unserer Lieben kann immer bei uns sein, selbst wenn sie „gleichzeitig“ wiedergeboren wäre.

    Eine andere Theorie gibt es, von einem quasi „geteilten“ Bewusstsein; also kann ein Teil immer bei uns sein, während der andere wiedergeboren wird. Vielleicht hängt das auch mit der Zeit zusammen…

    Wie auch immer; wir können ja das glauben, womit wir am besten klar kommen – wissen werden wir es nicht, solange wir noch hier sind…

    Lieben Gruß
    Corinna

  11. geschrieben am 04.06.17 um 19:04 von sindy

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    Hallo ihr lieben.

    Ich finde es ganz toll, was ihr geschrieben habt. Ich stelle mir nur immer wieder die gleiche Frage, wo bleibt die Seele nach dem Tod, an dem Ort des Todes, oder an einem anderem?
    Mein Vater ist im Krankenhaus gestorben. Und ich bin letztens dort vorbei gefahren, da dachte ich nur, wenn seine Seele dort sein sollte, vielleicht wäre mein vorbei fahren einen möglichkeit für ihn, endlich mit Nachhause zu kommen.

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