Ich habe meine Mama verloren und es ist furchtbar.

Veröffentlicht: 15. Februar 2016

Ich habe meine Mama verloren und es ist furchtbar.

Ich musste verstehen und damit klar kommen, dass ich mit meinen 19 Jahren keine Mama mehr habe.
Ich war gerade mal einen Monat lang 18 Jahre und hatte somit einen ganz neuen Lebensabschnitt vor mir,
und gerade da verliere ich meine Mama, einfach so, obwohl ich noch so viel mit ihr vorhatte.

Sie sollte erleben, wie ich mein Abi schaffe, wie ich heirate und Kinder habe, wie ich eben „flügge“ werde.
Sie würde überall fürchterlich weinen und das werde ich leider nie erleben, auch nicht, wie stolz sie auf mich ist, wie sie immer sagte. Sie verpasst mein „erwachsenes“ Leben und ich verpasse, wie sie älter wird, graue Haare und so etwas bekommt.
Ich hatte doch noch so viele Fragen an sie und wollte noch viel mehr mit ihr erleben. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass sie nie wiederkommt. Ich meine, wie wird es denn sein, ohne meine Mama wichtige Erlebnisse in meinem Leben zu haben, gerade diese Momente, in denen man sich nichts Wichtigeres wünscht, als die Mama dabei zu haben. Ich hatte nie daran gedacht, nicht mal im Traum, dass ich das ohne sie erleben werde…

Auch im jetzigen Alltag wünschte ich mir einfach, sie wäre hier. Immer noch kommen Briefe, an sie adressiert, obwohl ich jeder Firma usw. Bescheid gegeben habe. Auch Telefonate, wo die Leute im Ernst noch versuchen, einer Toten etwas anzudrehen, und dann doch ihr Bedauern ausdrücken, obwohl diese auch Bescheid wissen müssten. Es tut mir leid, aber das kann ich wirklich nicht nachvollziehen, soll man es erst herumschreien, damit es einige kapieren?

Manchmal sehe ich sie bildhaft vor mir, wie sie dies und das macht oder meckert. Ich wünschte, sie könnte wiederkommen und ich wäre in jedem Fall eine bessere Tochter, als ich es vorher war. Keine, die dauernd etwas an ihr auszusetzen hatte, die sie so nehmen würde, wie sie eben war, ohne darüber zu meckern oder zu urteilen!

Ich würde so vieles besser machen, doch ich kann es nicht mehr ändern und damit muss ich eben leben. Obwohl mir vieles so unendlich leid tut!! Diesen Verlust werde ich nie richtig verarbeiten können, sie war meine Mama, eine der wichtigsten Personen in meinem Leben, zwar mit Fehlern, doch das hat sie zu einer Mutter gemacht, die ich mir gar nicht besser hätte vorstellen können!

Ich hoffe, ihr geht es gut, da wo sie ist und ich hoffe, ich werde sie irgendwann wiedersehen und nicht mehr diesen Schmerz spüren müssen. Mama, ich liebe und vermisse dich!!

 

trauerforum007

 

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21 Kommentare:

  1. geschrieben am 15.02.16 um 11:22 von Raffa-Baffa

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    Weißt du? Ich habe meinen Vater vor fast einem halben Jahr an Darmkrebs verloren und das mit 14 Jahren. Anfangs war ich noch sehr traurig und meine Mutter hat angefangen Nahtoderfahrungen zu lesen, damit sie besser damit klar kommt.

    Sie hat mir alles erzählt und bei jeder Geschichte gab es keinen Schmerz nach dem Wegtreten, sondern ein Licht mit einem liebenden Gefühl, aus dem man nicht mehr raus will. Dann haben sie Verwandte getroffen, die vorher mal gestorben sind, sogar manchmal traten Verwandte auf, die sie noch nicht einmal kannten. Sie haben die Sterbenden zurückgeschickt, weil sie in diese Welt gehören. Meine Mutter hat mir erzählt, dass mein Vater sich nicht in dieser Welt wohl gefühlt hat. Vielleicht gehörte deine Mutter auch nicht hierher.

    Du stellst dir die Frage, ob es ihr gut geht. Bestimmt träumst du jede Nacht von ihr, und das ist die Botschaft von deiner Mutter! Meine Mutter hat mich immer gefragt, warum mein Vater ihr nicht erscheint und sagt, das es ihm gut geht. Auch sie hat jede Nacht von ihm geträumt, bis ich ihr davon erzählt habe. Dann konnte sie ruhig schlafen und hat nur noch manchmal von ihm geträumt. Nun träumt sie wieder jede Nacht von ihm, weil sie ihn braucht und nicht, weil sie sich um ihn sorgt.

    Ich dir erzählt, dass die Personen mit den Nahtoderfahrungen auch Verwandte gesehen haben, die sie nicht kannten. Woher kommt das? Unsere Verstorbenen sind immer bei uns und warten auf uns. Sie erleben noch alles, was mit uns passiert.

    Ich weiß mein Vater ist bei uns und deshalb trauer ich auch nicht um ihn, wenn ich einen Brief für ihn oder seine Firma sehe, sondern ich denke: Den Stress hast du jetzt zum Glück nicht mehr. Ich kann ihn zwar nicht mehr sehen oder fühlen, aber er ist hier und ich werde ihn schon bald wiedersehen, denn das Leben ist kurz und man sollte es deshalb nicht mit Trauer füllen.

    Trauer nicht um deine Mutter, freue dich für sie.

  2. geschrieben am 15.02.16 um 11:23 von Vermissende

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    ich kann deinen schmerz so sehr nachvollziehen. ich habe meine Mutter vor knapp 2 Wochen ganz plötzlich verloren und bin auch gerade mal 24 jahre alt und habe genau die selben empfindungen wie du.
    heirat? kinder kriegen ? das alles ohne Mama.
    Mensch. Ich nehm dich feste in den Arm

  3. geschrieben am 14.03.16 um 15:56 von Hoffnung-bleibt

    antworten

    was passiert ist, tut mir wirklich leid.Aber deine Mutter wird immer bei bzw. in dir bleiben, sie wird auch auf dich schaun, bei deiner Hochtzeit dabei sein, nicht so wie man sich das vorstellt, aber wenn du an sie denkst ist sie doch schon irgendwie dabei.
    Und vor allem solltest du dir keine Vorwürfe machen was du hättest besser machen können. Du sagst ja auch über deine mutter:“…zwar mit Fehlern, doch das hat sie zu einer Mutter gemacht,…“ Deine Fehler haben dich ja auch zu einer Tochter gemacht, zu ihrer. Ich wünsch dir jedenfalls alles erdenkliche gute für deine Zukunft

  4. geschrieben am 01.04.16 um 09:21 von Valerie

    antworten

    Ich kann dich so gut verstehen. Ich hab meine Mama vor 8 Monaten auch verloren und bin 22.
    Es tut schrecklich weh und wenn man daran denkt, dass sie bei so vielen Dingen nicht mehr dabei sein wird, zerreißt es einen innerlich.
    Mit der Zeit wird es einfacher das zu akzeptieren aber es wird immer weh tun und einen traurig machen. Ich bin immer noch total mitgenommen aber irgendwie muss es weitergehen, auch wenn es enorm aussichtslos erscheint 🙁
    Fühle dich gedrückt. Du wirst das schaffen und deine Mami immer in deinem Herzen tragen.

  5. geschrieben am 21.06.16 um 23:53 von R.

    antworten

    Wenn die geliebte Mutti nicht mehr da ist wird man bei der Trauer oft wieder zu einem kleinen Kind welches fürchterlich weint weil die Mama nicht da ist. Zumindest fühle ich mich oft zurückversetzt in diese Zeit, alles andere erscheint unwichtig, das wichtigste ist nur die Mama, nur leider kommt sie nicht mehr wieder. Ich habe meine Mama nun vor fast 5 Monaten verloren, sie war 44 Jahre alt, war mit Anfang zwanzig an Multiple Sklerose erkrankt, die letzten Jahre aber vor allem die letzten Wochen waren fürchterlich sie so leiden zu sehen, und doch passierte es unerwartet, sie war so liebevoll und bildhübsch, ich selbst bin gerade 25 geworden und es fällt mir sehr schwer das zu akzeptieren, meine dauerhaften Gedanken an sie, mit dem Alltag parallel zu ordnen ist sehr ermüdend. Schwer auch wenn man bedenkt dass die eigene Mama immer vom Herzen, mit wahren Worten einem das Beste wollte, diese Stütze und Wärme wird bei noch so vielen Lebenssituationen fehlen. Ich kann euch sehr gut verstehen, leider. Es tut mir auch sehr leid für euch. Ich fühle das selbe. Ich habe diese Worte geschrieben bekommen von einer Freundin. Für euch:

    „In der Lage zu sein, in Dimensionen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu denken, zu lieben und zu trauern, ist Teil der menschlichen Existenz und menschlichen Würde. Trauer gibt dem Leben Bedeutung und Perspektive, so wie der Schatten einer Landschaft Tiefe verleiht.“ T. Lindstrom

    Alles Liebe, R.

  6. geschrieben am 31.08.16 um 10:08 von Eva

    antworten

    Hallo,ich bin 35 jahre alt. Es ist sehr mitfühlend was ihr geschrieben habt. Ich habe im Mai 2014 meine Mutter an Lungenkrebs verloren und 5 Monate später meinen Bruder bei einem tödlichen Verkehrsunfall uns weiß jetzt gar nict was ich machen soll. Sie war 60 und er 31, Mein Vater ist gestorben da war ich 9 auch an Krebs, Jetzt ist meine ganze Ursprungsfamilie weg.Ich bin verzweifelt, weil ich nicht weiß wie es weiter gehen soll, Bin ständig gereizt und aggressiv ich habe einen Mann und eine 5 jährige Tochter, Wir haben eine schwierige Zeit hinter uns weil meine Mutter uns alleine erzogen hat, es ist vel schief gegangen, mein Bruder hat durch den Tod meines Vaters mit Drogen Probleme bekommen und hat früh 2 Kinder bekommen mit 17. Ich glaube ich benötige einfach Hilfe bei der Verarbeitung. Vielleicht kann man sich ja mal austauschen, alle waren tolle menschen aber alle für sich schwierig auf ihre Art. Ach, es ist soviel zu verarbeiten.

  7. geschrieben am 19.09.16 um 14:35 von Thomas

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    Hallo zusammen,
    ich kann euch alle gut verstehen – mein Papa ist vor ca. 2 Monaten plötzlich an Herzflimmern verstorben.

    Auch wenn ich „schon“ 31 Jahre alt bin, hatten wir ein sehr enges Verhältnis. Oft habe ich ihn nach seiner Meinung gefragt, habe mein Auto mit ihm zusammen gekauft,bei jeder jetzigen Job-Vertragsunterschrift hatt er draussen im Auto gewartet,…! Ich bin oft nach meiner letzten Beziehungstrennung vor einem knappen Jahr bei meinen Eltern gewesen, auch teilweise unter der Woche.

    Dazu kommt dieser plötzliche Tod, total unerwartet.

    Im Sommer war ich noch ein ganz normaler, unbekümmerter Typ, der gerne gelacht, gerne unter Leute gegangen ist, gerne in der Sonne die Zeit genossen hat und das Leben recht leicht und locker gesehen hat. Nun ist alles einfach komplett anders. Ich habe quasi alles über Nahtod-Erfahrungen gelesen, lese das Internet hoch-und runter beüglich Religionen, Leben nach dem Tod, Jesus Christus, Gottesbeweise, aber auch Erkrankungen, Krebsleiden, etc. Auch bin ich nun seit kurzem in einer Trauerbegleitung, was ich aber nur empfehlen kann.

    Es fällt mir sehr schwer zu relaisieren, dass ich nie seinen Stolz mehr erfahren kann, dass er nie Enkel bekommen kann, dass so viele Lebensschritte ohne ihn gegangen werden müssen…

    Alles Liebe und Gute für euch!

  8. geschrieben am 14.01.17 um 12:29 von Iceblume85

    antworten

    Hallo alle zusammen! Ich wollte euch erstmal mein Mitleid aussprechen!Ich kann leider diesen schweren und unerträglichen Schmerz nachempfinden!
    Ich bin 31jahre und habe vor paar Monaten meine Mum verloren! Wir haben leider über 500km auseinander gewohnt und zuletzt war der Kontakt nicht mehr wirklich gut!Es war auch sehr plötzlich und ich kann null damit umgehn! Es gibt Tage da geht es und dann gibt es Tage da geht gar nix mehr! Ich mache mir auch viele Vorwürfe, das der Kontakt so schlecht war und ich ihr einiges nicht gesagt oder öfter gesagt habe! Ich vermisse sie unendlich und hätte sie gerne einfach nur wieder! Ich habe mir auch Hilfe gesucht, weil anders geht es nicht!

  9. geschrieben am 09.02.17 um 14:32 von Irene

    antworten

    Hallo ich hab meine Mutter am 2.1.2017 verloren und das ist das schlimmste was mir passieren konnte. Was hat euch hegolfen damit umzugehen vielleicht hat ja jemand Lust privat Kontakt aufzunehmen ich bin 20 Jahre alt und meiner Mutter hinterließ mir 4 kleine Geschwister bin am Boden zerstört….

    • geschrieben am 31.03.17 um 08:49 von Leni

      antworten

      Hallo Irene,
      ich fühle mit dir und umarme dich ganz fest.
      Ich weiß wie du dich jetzt fühlst, denn auch ich habe meine Mutter im Alter von 15 Jahren verloren. Damals gab es keine Hilfen wie die heutigen Trauergruppen, die es in fast jeder Stadt gibt und es zeigt, dass sich so langsam etwas in der Gesellschaft tut, denn Tod und Trauer ist immer noch ein Tabu-Thema. Ich habe Jahre gebraucht,um damit überhaupt klar zu kommen.
      Heute kann ich sagen, das ich daran gewachsen bin, reifer geworden bin, das Leben anders betrachte. Vor allem aber bin ich zum Glauben gekommen, nicht verbissen. Ich trenne Kirche von Glauben. Ich weiß wie schwer es viele damit haben, ich selbst brachte damals immer das Argument, wenn es einen Gott gäbe, hätte er mir nicht meine Mutter genommen. An dem Punkt hörte mein Denken einfach auf, obwohl ich sonst alles von allen Seiten betrachte. Die Trauer wird mit der Zeit eine andere. Heute hat meine Mutter einen festen Platz in meinem Herzen und ich bin ihr für diese 15 Jahre sehr dankbar, denn sie hat mit alles mitgegeben um in diesem Leben zu bestehen, was fehlte habe ich mir selbst beigebracht. Ich glaube es ist genau diese Aufgabe, daran zu wachsen und zu reifen. Auch habe ich akzeptiert, dass das Sterben zum Leben gehört, für mich hat der Tod den Schrecken verloren.
      Ich vermisse sie immer noch. Es gibt Tage,da denke ich sehr intensiv an die schönen Tage, die wir zusammen hatten, mit einem weinenden Auge. Das darf auch sein. So hat alles seine Zeit.

  10. geschrieben am 28.03.17 um 09:57 von Doreen Sefkaloudis

    antworten

    Mein herzliches Beileid an allen! Die Mutter zu verlieren ist das schlimmste was einen passieren kann , denn es geht nicht nur die Mutter verloren, sondern auch eine Freundin der man alles erzählen konnte und ein offenes Ohr für Deine Probleme hatte. Mir geht es jeden Tag genauso. Ich nehme das Telefon in die Hand und möchte sie anrufen, aber keiner geht ran. Ich habe sie am 16.02.17 verloren, an Lungenkrebs. Vom Tag der Diagnose bis zum Tod hatten wir nur 12 Tage! Einfach zu wenig Zeit um Abschied zu nehmen! Sie war doch erst 61.Ich habe zwar eine Familie, Kinder ( aber noch zu klein ) und Mann , aber nicht wirklich einen mit dem ich meinen Schmerz teilen kann ! Seit ihrem Tod suche ich im Internet antworten auf meine Fragen, warum alles so schnell ging! Sie fehlt mir unendlich! !!

  11. geschrieben am 04.06.17 um 00:10 von Mars

    antworten

    Mein herzliches Beileid, mich hat dein Eintrag sehr berührt.
    Meine Mutter ist am 09.05. letzten Monat verstorben. Es kam nicht total plötzlich, sie hatte Krebs, aber wir alle dachten sie hätte noch Jahre. Wir sind ungefähr im selben Alter und ich stelle mir die gleichen Fragen, habe die gleichen Wünsche. Sie hat sich immer so gefreut mal irgendwann Enkelkinder zu haben, die sie nun niemals kennenlernen wird. Sie wird nicht bei meiner Hochzeit sein, nicht mich in meiner ersten Wohnung besuchen und schimpfen was das doch für ein Saustall ist.
    Ich suche nicht nach einem Sinn in alle dem. Für mich gibt es da keinen. Ich vermisse sie jeden Tag und wünsche mir sie würde morgens wieder reinkommen und mich aus dem Bett jagen.
    Fühle dich also von mir umarmt, obwohl wir uns nicht kennen. Ich verstehe deinen Schmerz. Lg Mars

  12. geschrieben am 14.08.17 um 14:15 von Catharina123

    antworten

    Hi, mein Beileid an alle die sich hier offenbaren.
    Wie geht es den Personen, bei denen der Verlust schon länger zurückliegt?
    Meine Mama hat vor 2,5 Wochen die Diagnose Brustkrebs, der in die Leber gestreut ist, erhalten und hat seit dem so extrem abgebaut, dass sie bereits palliative Medizin erhält.

    Ich bin total mit meinen Gefühlen überfordert. Die Angst vor der Zukunft, das Gefühl, dass sie leidet, das Gefühl, dass sie alles in meinem Leben verpassen wird, dass sie keine Enkel hatte. Ich bin wirklich ängstlich.
    Ich konnte aber lesen, dass es vielen von euch so geht. Das hilft mir.

  13. geschrieben am 08.09.17 um 00:08 von Ilona

    antworten

    Ihr trauernden Menschen, ich fühle so sehr mit Euch und bin gleichzeitig dankbar, dass ich hier Zeilen lese, die ich selbst verfasst haben könnte…ich bin somit nicht allein….Meine Mutti, meine Seelenverwandte ist am 5. August diesen Jahres eingeschlafen. Die Diagnose Lungenkrebs mit Hirnmetastasen bekam Sie am 6. Mai 2017…..ich dachte 3 Monate wären eine kurze Zeit und bin jetzt erschrocken das Menschen mit Krebs noch viel weniger Zeit hatten, um sich mit dem Tod auseinander zu setzen….ist das grauenvoll!!! Ich bin am 9.11.1976 geboren, meine Mutti am 9.11.1953…beide sind wir um 9.15 Uhr geboren…wir hatten ein sehr spezielles Band, welches unsere Seelen miteinander verband…. Dieser Schmerz, diese Leere….es ist für mich unerträglich….Nein, der Gedanke, dass Dieses Gefühl niemals aufhören wird ist unerträglich! Ich habe so noch nie gefühlt….Am 20. Juli 2016 ist mein Noah geboren, meine Mutti war dabei 🙂 Ein großes Geschenk…und Noah ist mein kleines Wunder, die Liebe meines Lebens und mein Retter! Er musste geboren werden, damit der Schmerz mich nicht umbringt! Mein Kind liebt mich und schenkt mir ein Lächeln und eine Umarmung und einen Kuss, wenn er mich sieht….er kann aber auch sehr gut weinen und bocken 🙂

    Catharina, ich kann Dir nur sagen, dass es sich anders anfühlt, als Du denkst, wenn der Himmel Deine Mutti gerufen hat…Ich hatte vorher auch große Angst, aber anderer Art…Meine Mutti sagte mir einmal, dass es mir erst wieder besser gehen wird, wenn sie tot ist….Damit hatte sie nicht ganz unrecht….Jetzt ist es endgültig….keine Arztgespräche, keine Anrufe aus der Klinik, keine Verschlechterung, etc. ….ich muss mich nicht mehr um sie sorgen, denn Mutti ist erlöst…. und ich kann nur hoffen, dass sich mein Schmerz verändert….

    Euch allen eine gute Nacht und einen fröhlichen Start in den neuen Tag 🙂
    Ilona

  14. geschrieben am 29.09.17 um 12:24 von Sabine

    antworten

    Ich fühle so mit Euch und gleichzeitig fühle ich mich nicht so allein mit meinem Schmerz. Meine Mami ist am 11.1.2017 von einem Auto überfahren worden. So plötzlich, so unfassbar, so aus dem Leben gerissen. Ich hab daraufhin eine Trauertherapie begonnen, die ich noch immer mache, sie tut mir gut, aber der Schmerz ist myanchmal besser, manchmal unerträglich. Ich sehe sie vor mir, sehe ihre Gesten, höre wie sie reagiert in Situationen. Ich vermisse sie so, habe mir auch Vorwürfe gemacht, was ich hätte besser geht machen können, obwohl wir ein sehr gutes Verhältnis hatten. Ich habe 2 Kinder (4 und 10 Monate) und bin verheiratet. Trotzdem fehlt sie mir unendlich. Mein Papa, obwohl selbst sehr in Trauer,gibt mir Halt und ich ihm. Ich bin unsagbar froh, dass mir nicht beide genommen wurden, Papa war knapp hinter ihr und musste alles mitansehen. Ich fühle mit Euch!

  15. geschrieben am 23.10.17 um 21:50 von Corina

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    Hey.
    Ich bin 16 Jahre alt und hab meine Mama gestern verloren. Sie litt schon 3 Jahre an Darmkrebs. Ende August haben wir erfahren, dass keine Heilung mehr möglich ist. Ich war soooo traurig aber dachte wir hätten noch ein paar Jahre in denen wir noch viel erleben können. Aber ihr ging es immer scglechter und sie wurde immer schwächer. Zum Schluss kommte man nicht einmal mehr mit ihr reden. Ich stelle mir jetzt die Frage warum haben wir die ganzen Chemos, Besteahlunfen durchgemacht wenn es alles um sonst war. Es ist wie in einem Albtraum und ich wünsche mir sooo sie noch einmal zu sehen und sie in den Arm zu nehmen. Ich bin mir sicher, dass wir uns wiedersehen aber wie soll ich bis dort hin ohne sie klarkommen? Mein Papa und mein Bruder geben mir zur Zeit sehr viel halt. Auch meine Freunde und Verwanthe haben alle gesagt ich kann mich melden wenn ich etwas brauche. Ich hoffe der tiefe Schmerz lässt irgendwann nach und ich kann glücklich auf die früheren Zeiten zurückblicken!

  16. geschrieben am 04.05.18 um 16:45 von Olga Winter

    antworten

    Hallo ihr Lieben!
    Habe alle Berichte gelesen und bin unendlich traurig,dass es soviel junge Menschen gibt ,die ihre Mütter so früh verlieren!
    Möchten Allen mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen!
    Ich durfte meine Mama 65 Jahre an meiner Seite haben und wir haben unendlich viel durchgemacht zusammen,in einer sehr schweren Zeit!Bin ohne Vater aufgewachsen und das Schicksal wollte ,dass ich nie geheiratet habe und immer mit Mutter zusammen gewohnt hab!Natürlich gab es viel Streitereien,die mir jetzt unendlich weh tun!
    Es war für mich selbstverständlich,dass ich sie die letzten Jahre gepflegt habe,bis zu ihrem Tode im Okt.17
    Sie wurde 96 Jahre!
    Ihr könnt euch nicht vorstellen,wie sehr ich nun leide!Ich habe die Erinnerungen von 65 Jahren aufzuarbeiten und stehe nun alleine da!
    Ich bin aber sehr dankbar ,dass ich sie so lange haben durfte und den Schmerz nicht so lange mehr mit mir herum tragen muss!

    Alles Liebe Euch Allen!
    Paulina!

  17. geschrieben am 26.05.18 um 23:13 von Anonym

    antworten

    Hallo leute, zuerst spreche ich euch mein tiefstes Beileid aus. Ich weiß wie ihr euch fühlt. Ich verlor meine mutter vor fast 5 monaten mit 15 Jahren und muss immer daran denken was ich alles getan habe (vom verneinen ihrer bitten bis hinzum anschreien) und fühle mich deswegen immer so schlecht und überlege auch öfters einfach alldem ein Ende zu setzen. Ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll, da ich nicht so wirklich jemanden habe mit dem ich darüber reden will/kann, da es mir unheimlich unangenehm ist was für ein schlechter Sohn ich war und ich nicht will das jemand erfährt das ich so bin… Was würdet ihr an meiner stelle tun, würdet ihr mit jemanden darüber sprechen und wenn ja mit wem?

  18. geschrieben am 31.05.18 um 22:55 von Estelle Koch

    antworten

    Hallo, diese Worte jeder einzelner Personen hier haben mich zu Tränen gerührt. Und haben mir gezeigt das ich doch nicht allein bin… meine Mutter starb vor ungefähr 9 Jahren an Krebs.. nach 7 Jahren Kampf ihn zu besiegen. Ich war damals 16 hàtte als 9 jähriges Mädchen bei der Diagnose doch nie gedacht das ich meine Mutter für immer verlieren werde! Allein den Gedanken habe ich vermieden. Ich habe mich oft gefragt warum mir das ausgerechnet passiert, das mich das Pech verfolgt, was hat Gott sich doch nur dabei gedacht… und heute mit 25 fühlt es sich immer noch an als wäre es gestern gewesen. Jeden Tag denke ich an sie und an was wir doch noch für eine schöne Zeit gehabt hätten wäre sie heute noch hier. Und wenn ich ihre Lieblingslieder höre weine ich kann es nicht stoppen weil ich wüsste wie froh sie wäre, wie sie tanzen,lachen dazu würde eben lebensfroh sein. Ich fühle mich seit Jahren wie das ich das Leben einfach so hin nehme wie es kommt, tsg ein Tag aus ohne wirklich lebensfroh zu sein weil ich weiß das da jemand fehlt. Ich weiß das ich sie irgendwann Wiedersehen werde und das ich ihr dann viel zu erzählen habe nur bis dahin wird es immer schwer und hart sein durchs Leben zu gehen ohne Mama ohne diese Stütze in allen Lebenslagen, ohne die Person die dich unerbittlich liebt für immer! Wenn ich andere Frauen in meinem Alter sehe die sehr viel mit ihrer Mutter unternehmen oder wo die Mutter einfach die beste Freundin ist bin ich nicht neidisch nein… ich merke dann wie sehr mir doch meine Mama fehlt.. und bin sehr traurig das ich meine nicht greifbar habe… ich wünsche jeder/jedem der sich hier offenbahrt hat alles erdenklich gute, viel Kraft und denkt an eins wenn sie nicht da ist sie dennoch im Herzen jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde bei euch! Ich habe vor kurzem einen schönen Spruch gelesen: sie ist ist nicht fort, sie ist nur schon mal vorgegangen.. alles gute!

  19. geschrieben am 11.07.18 um 02:50 von Anna

    antworten

    Hallo Zusammen, ich weiß nicht ob das hier überhaupt jemand Lesen wird, aber ich hab gerade das Bedürfnis mit jemand reden zu müssen. Ich hab meine Mutter verloren als ich 6 Jahre alt war. In ein paar Tagen werde ich 27 und ich kann bis heute nicht aufhören zu trauern, ich vermisse sie so sehr .. wann hört dieser Schmerz endlich auf ? 20 Jahre später und es fühlt sich immer noch an wie am ersten Tag. Mein ganzes Leben hab ich mich gefragt wie mein Leben verlaufen wäre wenn sie nicht gestorben wäre, es gibt so viele Fragen die mich Blagen..
    Ich kann mit niemanden darüber reden, und ich würde mich echt freuen wenn mir jemand antworten würde.

    Lg Anna

  20. geschrieben am 16.12.18 um 17:46 von Sarah

    antworten

    Hallo zusammen,

    ich habe mir jetzt auch alle Beiträge durchgelesen.. und muss sagen – ich bin etwas beruhigt, mit all den Gedanken doch nicht alleine zu sein. Ich möchte nur wirklich wissen, wird es wieder einfacher?

    Zu meiner Geschichte.. ich habe vergangene Woche meinen 30 Geburtstag gefeiert. Leider ohne Mama an meiner Seite. Für mich die wohl schlimmste Vorstellung. Ich habe meine Mama am 21.03.2018 verloren, in meinen Armen,.. nach zwei unenendlich schlimmen Krebs-Jahren. Leider haben uns 500 km getrennt, dennoch haben wir täglich mehrmals Kontakt gehabt. Meinen Vater habe ich mit 14 Jahren an Lungenkrebs verloren, daher war sie all die Jahre, die Stützte die mich zu dem machte, was ich bin.

    Um mich auf das Versterben vorzubereiten, habe ich bereits 6 Monate vor dem Tod eine Therapie begonnen. Diese Therapie mache ich noch heute. Wie ich die letzten 9 Monate ohne sie überlebt habe kann ich euch nicht sagen. Ich habe funktioniert. Musste mich um alles kümmern, mein Erbe ausschlagen, ihre Firma übergeben etc.

    Jetzt holt mich das Ganze ein. Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich die letzten Jahre war. Ich bin Single, 30 Jahre und stehe mitten im Leben – ja. Dennoch wird sie niemals auf meine Hochzeit kommen könne, sie wird nie eine Enkeltochter haben.. auch der Gedanke vor Weihnachten, ohne einen Verwandten zu überstehen macht mir große Angst. Mir fehlt oftmals der positive Blick in die Zukunft. Ich weiß, alles wird irgendwann erträglich, ich lerne damit umzugehen.. ich möchte aber so sehr wieder die kleinen Dinge in meinem Leben zu schätzen wissen und diese Neugierde auf die Zukunft zurück..

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