Verlust des Partners – Bis zum letzten Atemzug – Florian

Veröffentlicht: 15. Februar 2016

Verlust des Partners – Bis zum letzten Atemzug – Florian

Florian musste ich wegen immer stärker werdender Schmerzen im Unterbauch am 2. Weihnachtsfeiertag ins Krankenhaus bringen. Dort blieb er dann auch erst mal und war nur noch zwei Mal für ein kurzes Wochenende zu Hause. Nach den notwendigen Untersuchungen stand direkt nach den Neujahrsfeiertagen fest, es ist Bauchspeicheldrüsenkrebs, bereits sehr weit fortgeschritten.
Als Flo die Diagnose hatte und mir sehr offen mitteilte, wie es um ihn steht, habe ich die Dramatik natürlich erst gar nicht wahr haben wollen.

Leider musste er mir sagen, wie es um ihn steht, denn, da ich ja kein Angehöriger von ihm war, bekam ich fast keine tieferen Auskünfte von den Ärzten. Florian hatte zwar gesagt, das ich Auskunft über alles bekommen kann, aber in solch einem Großklinikum, das zudem auch noch – meinem Empfinden nach – sehr konservatives Personal hat, war das wohl doch zu viel verlangt. Ich wollte natürlich die Hoffnung auf Heilung nicht aufgegeben, denn ich habe gedacht, die Medizin ist heute schon so weit, es wird Möglichkeiten der Heilung geben. Dann stellte sich heraus, dass der Krebs schon sehr gestreut hatte – insbesondere der Magen und die Lunge waren betroffen. Eine Chemo, die das Unvermeidliche hätte herauszögern können, war eine weitere Hoffnung von mir. Erst als Florian mir geschildert hat, was sein Vater, der auch an Krebs gestorben war, mitmachen musste, ist mir klar geworden, …….

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Verlust durch Suizid – Partner verloren

Veröffentlicht: 11. Februar 2016

Verlust durch Suizid – Partner verloren

Ja, das stimmt, das Thema Suizid ist ein sehr schwieriges Thema!
Ich war leider vor 29 Jahren Augenzeuge eines Selbstmords!
Meine „Große Liebe *F.*“, um nicht zu sagen, mein „Traummann“ hat sich vor meinen Augen erschossen!
Wo fängt man da am besten an?

Ich war 19 und er knapp 27 Jahre alt. Ich lernte ihn durch meine Schwester kennen und lieben. Er ist bei meiner Schwester für ein paar Tage untergekommen, weil er sich gerade von seiner Ex-Freundin getrennt hat, mit der er eine kleine Tochter hatte. Der Streit war so heftig, dass sie ihm verbot, seine Tochter zu sehen. Er war „nur“ der popelige Erzeuger!

Jedenfalls hatte meine Schwester eine Party gegeben, wo wir uns kennenlernten und näher gekommen sind. Wir waren sooo verliebt, dass er kurz darauf zu mir, in meine Wohnung zog.

Es war eine super Zeit (2 Jahre) mit ihm, ich war so glücklich und verliebt. Das schönste war, dass ich es geschafft hatte, dass er seine Tochter wiedersehen konnte. Wir durften sie sogar ab und zu übers Wochenende haben. Er war so ein stolzer Papa. Es hätte alles so perfekt sein können. Wir hatten uns verlobt und standen 4 Wochen vor der Hochzeit, als dieser verfl…. Tag kam. …..

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Frohe Weihnachten – Mit bleibt nur ein Grab und Erinnerungen

Veröffentlicht: 4. Februar 2016

Frohe Weihnachten – Mit bleibt nur ein Grab und Erinnerungen

Schon allein der Gedanke daran lässt mein Herz schmerzen. Was soll ich denn Weihnachten ohne Dich? Wie kann ich es anstellen, dass Weihnachten ausfällt? Wo kann ich hin, um Weihnachten zu entkommen?

Fröhliche Weihnachten!

Jeder wartet auf diese Zeit, freut sich und ich? Ich habe Angst davor. Mir bereiten die Gedanken an die Feiertage Schmerzen. Als ob jemand mir mit einem Messer ganz langsam durchs Herz stechen würde. Wenn ich die Augen zumache, dann sehe ich Dich mit mir den Weihnachtsbaum schmücken und jetzt soll ich das alleine für mich tun? Oder soll ich den Baum für die Anderen schmücken, damit sie denken, meine Welt dreht sich weiter?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie ich die Tage überleben soll. Die fröhlichen Gesichter in den Geschäften, die nach passenden Geschenken suchen, machen mich aggressiv. Die Menschen können nichts dafür. Am liebsten bin ich zu Hause, damit ich nicht viel davon mitbekomme, was draußen vorgeht. Ich kann die Zeit nicht anhalten. Ich kann Dir nichts mehr schenken; alles was mir bleibt ist Dein Grab und die Erinnerungen, die sehr lebendig sind, an unsere letzte Weihnacht. Weihnachtsvorfreude ist gleich null. …..

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Trauer um Partner – Die Geschichte zweier Königskinder

Veröffentlicht: 15. Februar 2016

Trauer um Partner – Die Geschichte zweier Königskinder

Es war im Januar 2006, als ich eine Freundin in der Psychiatrie besuchte, die an Depressionen litt. Im Raucherraum fiel er mir zum ersten Mal auf. Ein Bild von einem Mann – groß, schlank, bereits ergraut und ein_ Blick wie ein verträumtes Kind. Etwa in meinem Alter. Der Funke sprang sofort über – obwohl ich mir selbst einen moralischen Rippenstoß verpasste: Hast du denn einen Riss im Deckel?? Du bist in festen Händen, und er hat mit Sicherheit auch eine Freundin.

Aber meine Vernunft war auf beiden Ohren taub. Mein Verlobter war schon ganz böse, weil ich meine Freundin nun jeden Tag besuchte. Über gemeinsame Spiele kamen wir ins Gespräch, und er schenkte mir das erste Lächeln. Von diesem Augenblick an war er „Chéri“.

A. (so hieß er richtig) erzählte, dass er unter schweren Alkohol- und früher auch Drogenproblemen gelitten habe, und noch einiges mehr. Ich war blind vor Liebe_ und er gestand mir, dass es bei ihm auch gleich gefunkt habe. Meine Freundin ließ uns in Ruhe. Wir gingen spazieren, redeten über alles. Schließlich beichtete ich meinem Verlobten, was geschehen war. Da er mich nicht freigeben wollte, trafen Chéri und ich uns ….

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