• Wenn Oma nicht mehr da ist von Verena Ballhaus

    Titel: Wenn Oma nicht mehr da ist
    Autor: Lucy Scharenberg (Autor), Verena Ballhaus (Illustrator)
    Zielpublikum: Eltern mit Kindern (Kindertrauer) Kinderbuch mit Bildern

    Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
    Verlag: Betz, Wien (Juli 2010)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3219114520
    ISBN-13: 978-3219114522

    Kurzbeschreibung Lilli spielt mit ihrer Oma am liebsten auf der großen Löwenzahnwiese. Doch Oma Löwenzahn ist schon alt. Sie wird schwächer und stirbt schließlich. Lilli trauert und ist unglücklich, bis sie mithilfe einer Löwenzahnblüte den Weg aus ihrer Trauer findet. Quelle: Amazon.de Buch - hier das Buch direkt bestellen
    Referenzbeiträge von Trauerforum-Mitgliedern:

    Es ist sicher nicht leicht, mit einem Vorschulkind über Trauer zu sprechen.Aus dieser Verlegenheit kann dieses liebevoll illustrierte Buch helfen. Es ist kein Ratgeber, sondern eine Geschichte, die man seinem Kind je nach Alter in einem Zuge oder verteilt auf mehrere Tage vorlesen kann.Die Genialität liegt hier in dem einfachen, kindgemäßen Text.Er schafft es, auf so wenig Seiten alles anzusprechen:

    -das Glück, eine Oma zu haben, mit der das Kind lachen und spielen kann
    -die Sorge um die erkrankte und schwächer werdende Oma
    -ihr Sterben*
    -die Beerdigung
    -Sehnsucht und Nichtbegreifenwollen
    -Überzeugung von der Endgültigkeit des Todes
    -ein Weg zurück ins Leben über sehr lebendige Erinnerung - hier die Entdeckung einer Blume, die an die Oma erinnert
    -eine Vorstellung vom Kreislauf des Werdens und Vergehens
    -das Wiederfinden des Lachens
    -die beglückende Betrachtung der Natur durch die Augen der Oma - für immer

    * Selten wird ein Tod so friedlich eintreten wie in dieser Geschichte beschrieben.
    (Ein paar letzte Worte an das Kind, und dann wurde es still.)
    Das liest sich schön, scheint mir aber nicht sehr realistisch.
    Darin sehe ich die einzige Schwäche der Geschichte.
    Tatsächlich wird man den Moment des Todeseintritts seinem Kind ersparen wollen.
    Wichtiger ist aber sicherlich, dass das Mädchen persönlich Abschied nehmen konnte.
    Ohne vorher zu wissen, dass es ein Abschied ist.
    So macht das Buch auch bei bevorstehenden(!) Trauerfällen Mut, ein Kind einzubeziehen.

    Mich hat das Buch im Herzen berührt, auch ohne selbst in der Realität mit dieser Form von Trauer bekannt zu sein.
    Das ist das gemeinsame Verdienst der Autorin und der Illustratorin. Diese Geschichte atmet Liebe und Menschlichkeit.
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    Ich finde, dass man dieses Buch sehr gut dazu benutzen kann, um Kindern verständlich zu machen,was es bedeutet, wenn jemand gestorben ist. Durch dieses Buch wird sehr deutlich, das ein Verlust schmerzlich ist, aber das es auch wichtig ist, die Erinnerung an diesen Menschen nicht zu verlieren. Auch wenn ein Mensch nicht mehr da ist, so lebt die Person durch die Erinnerung in uns weiter und hilft über die Trauer hinweg zu kommen und das Lachen wieder zu finden. Es zeigt, das es gut ist zu Trauern, aber das man über die Trauer hinaus, das Lachen nicht verlieren darf.

    Mich selber hat diese Buch sehr an den Verlust meiner Oma erinnert. Ich musste sofort daran denken, das meine kleine Cousine nach dem Tod meiner Oma sagte, das sie nun auf einem Stern sitzen würde und immer bei uns ist, und wir abends immer mit ihr reden könnten.
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