• Erfahrungsbericht: Verlust meiner Hündin

    Gestern vor einem Jahr musste ich meine Hündin (Labrado/Schnauzer/Schäferhung-Mix) Lay einschläfern lassen.
    Ich habe sie als kleines Fellbündel mit 5 Wochen geholt:Mit 5Wochen deshalb weil sie dort nichts zu fressen bekam.

    Hauptgrund warum ich damals einen Hund holte, waren meine Kids, die stark verunsichtert und psychisch down waren durch den Verlust ihres Vaters. Lady habe ich selber ausgebildet, und sie wurde die und wie es es mir vorstellt. jeden Blödsinn anstellen, die Kids konnten mit ihr toben bis zum Umfallen, aber auf Kommando ging er auch an den Mann.


    Wir lebten damals auf dem Dorf und da ich schon immer etwas verrückt bin, brachte ich Lady bei, was Früchte essen


    belangte. Sie frass für ihr Leben gern von Sommeranfang bis Herbst was das Feld hergab. Von Kirschen, die liebte sie am meisten, über Mirabellen, Äpfeln, Birnen, Maiskolben, Brombeeren, ja selbst ihre Nüsse(Wal- und Haselnüse) knackte sie sich selbst.

    Aus den winzigen Fellbündel wurde eine durchgeknallte;vor Kraft strotzende Hündin. All die Jahre erlebte ich fast täglich Überraschungen mit ihr, die mich in Staunen, oft auch Kopfschütteln, und bedingsloses Vertrauen und Liebe zeigte. Sie akzeptierte auch noch, unsere Sam, die erst Jahre danach auf die Welt kam. Und sie war ihr ständiger Begleiter( grins, gab ja so viel bei Sam abzustauben).

    Mit den Jahren, als sie grauer wurde, nannte ich sie meistens und rief sie auch so: my old wifle. Bis zum Schluss war sie vital, verrückt und zu jeden Schrott zu haben.

    Ihren letzten Tag, einen Samstag werde ich nie vergessen. Tanja wollte ihr im Hof das Fell stutzen, wie wir es jedes Jahr gemacht hatten. Auf einmal kam sie hochgerannt, und brüllte nur, Lady spuckt Blut aus der Nase und Mund.

    Klar sofort runter, und da stand mein Mädchen mit zitternden Flanken, und völlig kunfus.

    Wir sofort mit ihr zum Arzt, es war diesmal ein anderer, denn ca. 4 Wochen vorher, waren wir schon einmal dort, weil wie ich sah, sie schlechter Luft bekam. Dies wurde aber im Hinblick auf ihr Alter zugeordnet. Doch diesesmal, war alles anders. Der Arzt eröffnete uns, dass sie Lungenkrebs im Endstadium hatte, und er ihr keine 3 Tage mehr geben würde.


    MEINE LADY; MEIN MÄDCHEN, das konnte doch niemals sein, nicht meine Verrückte!!!!!!!!!!! Ich sah Oli an, und sah sein Gesicht. Das konnte nicht sein. Errr hatte Lungenkrebs im Endstadium, aber doch nicht Lady!!! Ich kam mir vor wie im falschen Film, verstand die Restworte des Arztes nur noch schleierhaft, ich weiss nicht was er sagte und erklärte. Ich hörte nur Oli sagen, nein an ihr wird nicht experimentiert, nich an ihr.

    Schauen sie mich an, sie sehen richtig, ich habe Krebs, aber sie lassen sie gehen. Ich verstand meine Mann nicht, wie konnte er??? Er sah mich an und sagte geh raus wenn du willst, ich bleibe bei ihr. Und ich ging, ich konnte nicht, da war ZUVIEL, nicht mein Mädchen.

    Immer wenn es Sommer wird, wie jetzt und ich die Kirschen sehe, denke ich an meine Lady, wie sie sich den Bauch vollgeschlagen hat, und ich sie bremsen musste. Oder im Winter, wenn der erste Schnee lang und sie duch den Schnee donnerte und sich in ihm vor Freude wälzte.


    Heute nach einem Jahr fragt mich Sam, des öfteren: Mum können wir nicht wieder einen Hund holen? Nein, noch nicht, ich bin dazu noch nicht bereit, würde jeden Hund mit ihr vergleichen, und das wäre dem Tier nicht gerecht. Mir bleibt die Erinnerung an ein Tier, das mit uns durch Dick und Dünn ging, die mir täglich ihre Liebe und Treue zeigte. Und, jaaa, verdammt, ich vermisse sie, mein "old wifle".