• Biblische Lyrik 2





    Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein,
    man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein.


    Ludwig Uhland (* 26. April 1787; † 13. November 1862)




    Beim Tode eines geliebten Menschen
    schöpfen wir eine Art Trost aus dem Glauben,
    dass der Schmerz über unseren Verlust
    sich nie vermindern wird.



    Maria von Ebner-Eschenbach (* 13. September 1830; † 12. März 1916)






    Ich sterbe, aber meine Liebe zu Euch stirbt nicht.
    Ich werde Euch vom Himmel herab lieben,
    wie ich Euch auf Erden geliebt habe.


    Sophronius Eusebius Hieronymus(* 347; † 30. September 420)




    ...und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände
    und er winkt und lächelt leise - und die Reise ist zu Ende.


    Matthias Claudius (* 15. August 1740; † 21. Januar 1815)





    Der Herr wird seinen Engel mit dir senden,
    und Gnade zu Deiner Reise geben.


    1. Mose, 24,40




    Wir sterben des Todes und sind wie Wasser,
    das auf die Erde gegossen wird
    und das nicht wieder gesammelt werden kann;
    aber Gott will nicht das Leben wegnehmen.


    2. Samuel 14,14





    Wenn uns etwas fortgenommen wird,
    womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
    so ist viel von uns selber mit fortgenommen.
    Gott aber will, dass wir uns wiederfinden,
    reicher um alles Verlorene und
    vermehrt um jeden unendlichen Schmerz.

    Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875; † 29. Dezember 1926)


    Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
    und erstirbt, bleibt es allein;
    wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

    Johannes. 12,24


    Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
    ein flücht`ger Gast im Erdenreich;
    Woher? Wohin? Wir wissen nur:
    Aus Gottes Hand in Gottes Hand.

    Ludwig Uhland (* 26. April 1787; † 13. November 1862 )



    Und geht es auch durch dunkle Täler,
    fürchte ich mich nicht,
    denn du, Herr, bist bei mir.
    Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab.



    Bibel, Psalm 23,4




    Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
    und der Tod wird nicht mehr sein,
    noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz, wird mehr sein,
    dann das Ende ist vergangen.
    Siehe, ich mache alles neu.


    Offenbarung 21, 4-5


    Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben
    unter dem Himmel hat seine Stunde:
    geboren werden hat seine Zeit,
    sterben hat seine Zeit;
    einpflanzen hat seine Zeit,
    ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit.
    weinen hat seine Zeit,
    lachen hat seine Zeit.

    Prediger 3